Zctiutzgebist Oeuticti-Zürlweltakrika.
1. OLutlck-ZüävsLltcikrikra.
In Deutsch-Südwestafrika dehnen sich wohl weite, unfruchtbare Wüstengebiete aus, die einen trostlosen Eindruck machen, sie bilden aber doch nur die unansehnliche Schale eines goldenen Kerns. Vor allein aber muß man, um die Schönheit und den Wert des Schutzgebiets erkennen zu können, die großen, vielbegangenen Heerstraßen meiden, an denen der auf- und abflutende Verkehr die Weiden vernichtet und dem Lande ein Aussehen verleiht, das dem der Seitenlandschaften des Innern nicht entspricht. Und so kann denn nur derjenige — der wandernde Händler, der Farmer, der Jäger und Soldat — der weitab von den Straßen und Wohnungen der Menschen das weite Feld durchschweift, der über Berg und Fluß, durch Tal und Wald vordringt, die Eigenart und den Wert eines Landes wie Südwestafrika voll erkennen; nicht aber der, welcher, und wenn auch hundertmal, die großen Straßen hinaufzieht, die der Verkehr geschaffen hat.
Wenn wir, von der Küste herkommend, die großen Wüstenflüchen mit ihren tief in das Urgestein eingeschnitteneu Flußläuien und den flngsand- bewehten Gebirgen durchquert haben, erreichen wir in den Wüstensteppen die Gebiete beginnenden Pflanzenwuchses. Noch liegen die wildzerrissenen Bergzüge kahl unter dem Glast der Sonne da, aber an ihren Abstürzen, in den Regenschluchten, an den Betten der Rinnsale, der Bäche und Flüsse sprießen schon dürftige Gräser und Büsche; niedrige kriechende Bäume zeigen sich hier und dort in den bereits wildreichen Ebenen.
Wir dringen weiter vor, und immer lieblicher wird das Land, bis wir es, wenn wir dem Lauf des Swakop folgen, bald in seiner ganzen Schönheit erschauen dürfen. Weite Hochebenen öffnen sich vor uns, unendliche Flächen, ein wogendes Meer gelben Grases, Haine riesiger, dichtbelaubter Dornbäume spenden an den Flnßläufen dem Wanderer Schatten, und voll Entzücken ruht sein Auge auf den Felsgebirgen, auf diesem Gewirr von Kuppen und Gipfeln,