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Bilder aus den deutschen Kolonien : Lesestücke / gesammelt u. bearb. i.A. der Deutschen Kolonialgesellschaft
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eine Kalabasse befestigt. Tritt nun die Flut ein, so werden diese kleinen Gefäße überflutet, kleine Fische und Krabben fangen sich in den Behältern und fallen dem Fischer zur Beute.

Viele Möven und zahllose Strandläufer bevölkern den Strand; auch trifft man des Nachts häufig die großen Seeschildkröten an; man muß sich in der Dunkelheit in acht nehmen, daß man nicht über sie fällt. Diese Schildkröten haben eine Länge von 11,5 irr und eine Breite von 0,5 irr. Häufig kommen sie bei mondhellen Nächten an Land und können hier er­legt werden. Ich bereitete meinen Schwarzen durch den Fang eines solchen Tieres große Freude. Wie die Raben stürzten sie sich darauf und lösten das Fleisch ab, um es bei der nächsten Station, dem Orte Bagida, zu rösten und in Ruhe zu verzehren.

Schon von weitem sieht mau zwar die großen Dächer der Faktoreien, aber unendlich laug und eintönig erscheint einem dieser Küstenmarsch. Nur die einzelnen Telegraphenstangen bilden einen Anhalt für den noch zurück­zulegenden Weg. Eine interessante Abwechselung bieten die kleinen Strand- vögel oder auch die Scharen der Taschenkrebse, die bei dem Annähern der Karawane emsig wieder ins Wasser krabbeln. Große Schweinsfische schnellen aus dem Meere empor und jagen in Windeseile vorbei. Ab und zu taucht auch die Rücken- oder Schwanzflosse eines Haies aus den schäumenden Fluten. Möven und Seeschwalben schweben über den Wogen und netzen sich in den Fluten, während am Strande schwarz- und weißgefiederte Raben krächzen und hoch in der Luft Habichte kreisen, um nach Beute zu spähen. Tinten­fische sowie Muscheln lagern in allen Formen und Gestalten am Strande, und zur Rechten braust und schäumt die unermüdlich immer wiederkehrende Brandung. Des Nachts dagegen ist alles ruhig und still. Noch eine Rast, und in der Zeit von zwei Stunden ist der erste, langersehnte Küstenplatz Bagida erreicht. Aus Klose, H.:Togo unter deutscher Flagge".

5- kcitirt ciuk Volta.

Da mir in Akrosv genügend Zeit übrig blieb, mietete ich mir ein Boot, um den Einfluß des Asuokoko in denVolta festzustellen. Der Asuokoko ist durch­schnittlich ungefähr 40 bis 50 irr breit und bei hoher Regenzeit, wie ich durch Lotungen ermittelte, durchschnittlich etwa 4 ir> tief. Als ich jedoch später in der Trockenzeit denselben Fluß überschritt, führte er nur ein seichtes Gewässer, das sich mühsam durch die Schnellen und Felsen hindurcharbeitete. In einem kleinen, aber schlanken Boote erreichte ich ungefähr zwanzig Mi­nuten westlich die Einmündung in den Volta. Die Strömung war sehr schwach und wurde durch den Wasserstand des Volta förmlich gestaut. Der Asuokoko, sowie der Volta waren hier von einem hohen Galeriewald umgeben. Hohe Fikusarten und von Lianen umwundene Mangroven bildeten den Tummelplatz der Affen. Hauptsächlich waren hier kleine Meerkatzen ver­treten, während ich an dem oberen Lauf vereinzelt auch kleine Trupps von Seidenaffen bemerkte. Nashornvögel machten sich überall durch ihr Kreischen bemerkbar und flogen hoch über dem Wasserspiegel dahin. Drollig war es anzusehen, wie possierlich dreinschauende Affen unser Boot verfolgten und