immer wieder betont werden: was der Ärieg uns errungen hat, unablässig müssen wir daran arbeiten, es uns zu erhalten und es zu mehren!
Der deutsche Handelsstand im Ausland« bedarf, das ist in heutiger Zeit ganz selbstverständlich, auch eines Zusammenschlusses, der die allgemeinen 8ragen des volkstums mit dem besonderen des einzelnen Standes verbindet. Hier ist man auch schon seit langem an der Arbeit, und eine Vereinigung, wie der Verein der kaufmännischen Angestellten von -SS3, umfaßt bereits über zoo Zweigvereine im Auslande, für die eine be- cine besondere Zeitschrift „Der Handelsstand im Auslande" erscheint.
Das Auslandsdeutschtum bildet einen der wichtigsten Stützpunkte für den gesamten deutschen Ausfuhrhandel. Das ist schon an anderer Stelle gesagt worden. Man bedenke, daß die Gesamtsumme der Ein- und Ausfuhr des Deutschen Reiches in der letzten Zeit jährlich schon mehr als zwanzig Milliarden Mark betragen hat und damit zu einem der Grundpfeiler unseres ganzen Wirtschaftslebens geworden ist. Solcher innigen wirtschaftlichen Verbindung zwischen den einzelnen Teilen des Deutschtums muß notwendig auch der sichtbare Ausdruck aller anderen Äulturgcmcinschaft folgen.
Vereinswesen.
Auch in dem Vereinsleben des Deutschtums zeigt sich uns allenthalben das Erbübel deutschen Wesens, dir Zersplitterung. Möchte auch hier der Ärieg, der uns die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller Rräfte zu großen Verbänden gezeigt hat, ein Lehrmeister sein.
Das Vereinswesen, das sich auf das Auslandsdeutschtum bezieht, ist innerhalb des Deutschen Reiches noch wenig entwickelt, wenn auch schon recht erfreuliche Anfänge zu beobachten sind, so muß man doch sagen, daß die große Masse des Volkes den Vereinsbestrebungen, die für das Auslandsdeutschtum arbeiten, noch wenig Teilnahme entgegenbringt, und zwar einfach deshalb, weil sie von dem Auslandsdeutschtum noch viel zu wenig weiß.