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Das Deutschtum im Ausland / Hermann Weck
Entstehung
Seite
175
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eingezogen worden, und mancher, der ein wohlhabender Mann war, nennt jetzt kaum noch etwas sein eigen. Hier sind nun häufig Deutsch« betroffen worden, die staatrechtlich keinem der kriegführenden Mächte des Deutschtums angehören, ihrem volkstum nach aber von unseren feinden zu uns gerechnet werden. Es darf nicht sein, daß Deutschland und Dsterreich-Ungarn diese Teile des Deutschtums ihrem Schicksal überlassen mit der Begründung, sie seien nicht des Staates Bürger, man habe also mit ihnen nichts zu schaffen, wer dem Deutschtum angehört, und wegen dieser Zugehörigkeit in Feindesland hat leiden müssen, der muß von uns auch als Glied unseres Stammes betrachtet und gegenüber allem feindlichen in Schutz genommen werden. Es liegt an der Eigenart unseres Staatsrechts, daß überhaupt im Auslande eine so große Zahl von Deutschen hat leben können, die rechtlich nicht mehr zu uns gehören. Hierüber wird noch bei der Behandlung der Staatsangehörigkeit des Auslandsdeutschtums zu sprechen sein.

Rechnet man alles zusammen, was das Auslandsdeutschtum durch den Rrieg an Schaden erlitten hat, so ergibt sich für das neutrale Ausland wohl nur ein verhältnismäßig geringes «Vpfcr, für die Deutschen im feindlichen Ausland dagegen eine außerordentlich tief­greifende Schädigung, die der staatlichen Abhilfe nicht entbehren darf. Im ganzen genommen aber darf man wohl sagen, daß aller Schade, den der Ärieg dem Deutschtum in der Welt gebracht hat, gering ist im Vergleich zu dem Segen, den unser Volkstum aus dem Ge­schehen dieser Zeit sich gewinnen kann.

Der Arieg als Förderer des Auslandsdeutschtums.

Der Glaube.

Über der Fülle dessen, was im Laufe des letzten Jahrhunderts mensch­liche Arbeitskraft erdacht und erfunden hatte, war der Glaube vielfach in Vergessenheit geraten, ja, nicht selten fast zum Spott geworden, wenn man bedachte, wie unendlich unsere Lebensführung dank aller Fortschritte der Technik sich geändert hat, so zeigte sich gern «in

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