die wir nur dadurch heben können, daß wir sie aus dem Reich des wortlosen hinüberführen in das bewußte Leben unserer Sprache.
Die Familie.
Line der festesten wurzeln, die den Baum eines in der Fremde lebenden Volkstums aufrecht erhalten, ist das Familienleben, und sein Mittelpunkt ist die Frau. wenn das nicht schon unserem Empfinden eingeboren wäre, wir sähen es daran, daß in den Familien der Ausländsdeutschen, bei denen der Mann deutsch, die Frau aber eine Fremde ist, das Deutschtum den Rindern schnell verloren geht. Es ist natürlich, daß das innerste Leben der Rinder sich nach dem bestimmt, was sie im Hause von ihrer Mutter überliefert erhalten; wenn auch späterhin Schule, Beruf und Lebenserfahrung manchen tiefen Eindruck hinterlassen, der feste Lern alles Empfindungslebens bleibt doch das, was ein Rind in seinem Elternhause empfangen hat. Darum ist niemand so sehr ein Hüter des Volkstums in der Fremde wie die deutsche Frau.
In allen Rolonialländern der Welt pflegt die weiße Frau hoch zu gelten, weil sie von den Anfängen der kolonialen Entwicklung an gegenüber den Männern in der Minderzahl war und deshalb besonders begehrenswert erschien. Dazu kam natürlich, daß der Mann, dem es in der Fremde geglückt war, ein Weib seines Stammes in sein Haus zu führen, damit überhaupt erst dieses Haus zu einem Heim gestaltete. Erst die Familie macht den Aufenthalt in fernen Landen zu einer neuen Heimat. Auch heute noch überwiegt im gesamten Auslandsdeutschtum der Zahl nach der Mann, und auch heute noch wandern mehr Männer als Frauen aus. Es ist daher für die weitere Entwicklung unseres Volkstums im Auslande von der größten Bedeutung, die Frage zu beachten, wie man den Ausländsdeutschen es ermöglichen könne, ihre Gattinnen aus dem Rreise des Deutschtums zu wählen. Mag auch von vornherein gerade deutschem Sinn es widerstreben, in ein Gebiet wie das der Eheschließung von Staatswegen einzugreifen; wir dürfen gerade diese Frage nicht ausschließlich von dem Gefühls-