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Das Deutschtum im Ausland / Hermann Weck
Entstehung
Seite
181
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in der Welt sein muß. Daß schon innerhalb des Deutschen Reiches das Judentum eine starke Macht bildet, kann niemand bezweifeln. Wenn es auch nur rund Soo ooo Köpfe sind, diese gehören doch zu einem sehr großen Teil den wirtschaftlichen und geistig einflußreichen Kreisen an, können also keineswegs nach ihrer Äopfzahl allein ge­würdigt werden. Man denke an die Unsumme von Kapital, die auch bei uns in jüdischer Hand vereinigt ist, man denke an die presse, an die Wissenschaft, an Kunst und Kunstkritik!

In -er Erkenntnis, daß das Judentum für die Entwicklung jedes anderen heutigen Volkstums auch heute noch Bedeutung hat, ist uns 8rankreich auch vorausgeeilt, wir können auch hier beobachten, mit welch erstaunlicher Umsicht und Spannkraft französischer Geist sich bemüht, die auf natürlichen Gründen be­ruhende rückläufige Bewegung seiner neueren Geschichte durch er­höhte, bewußte Arbeitsleistung auszugleichen. Auch hier finden wir Frankreich schon an der Arbeit. Dieüiliallos isrLslits uuivsrsslls" ist vor allem auf dem Balkan und im Orient eifrig an der Arbeit, das ausländische Judentum durch französische Sprache und Kultur für französische Interessen zu gewinnen. So darf auch das Deutschtum, trotz aller Verschiedenheiten und Gegensätze, an dem Judentum nicht achtlos vorbeigehen.

Der Staat.

Nichts lehrt ein Volk seinen Staat besser verstehen als ein Krieg, wenn man uns Deutschen noch mit Recht hat nachsagen dürfen, wir entbehrten der staatsbürgerlichen Bildung, müssen wir es nicht gerade deshalb als ein Glück betrachten, daß dieser Krieg gekommen ist?

Eindringlich, wie kein Wort, kein Buch es sagen können, lehrt der Krieg den Einzelnen, sein Ich dem Staate unterzuordnen. Wohl weiß der Mann im Schützengraben, daß an der Stelle, wo er steht, alles nur aus ihn ankommt, wenn er dort nicht ganz Ich ist, wenn