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in den Boden eingesenkt, angelegt. Geradezu lächerlich ist es, wenn Neulinge im Lande, die sich erfahrene Gärtner dünken, allen Ratschlägen zum Trotz ihre Gärten so anlegen, wie sie es in der Heimat gelernt haben, bis sie dann nach einigen Jahren durch Schaden klug gemacht zu dem übergehen, wie es die Landesverhältnisse als praktisch erwiesen haben. Die größten Feinde des Gartenbaues sind Raupen, Engerlinge und einige kleine Wespenarten, die die Feldfrüchte, wie Gurken, Melonen usw., anstechen und damit für die Ernte verderben. Außerdem hat sich in den letzten Jahren besonders im Norden der Kolonie eine große Grillenart so stark vermehrt, daß sie zur Landplage zu werden droht. Ihrer Dickleibigkeit wegen werden diese D/a—2 Zoll langen Tiere von der Bevölkerung allgemein „Dikpens“ (Dickbauch) genannt. Sobald man nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen hat, bestellt man deshalb schleunigst die vorgenannten gurken- und melonenartigen Früchte, damit sie möglichst vor Beginn der Regenzeit zur Reife kommen; denn mit dem ersten Regen und dem Beginn der Vegetation erscheinen auch alle jene tierischen Schädlinge mit Ausnahme derjenigen, die ständig vorhanden sind. Mäuse, Maulwürfe, Baumratten, Vögel, Engerlinge usw. gehören zu diesen ständigen Plagegeistern. — Der Preis für frisches Gemüse schwankt im Lande augenblicklich sehr, kann jedoch mit 15—20 Pfennig pro Pfund angegeben werden.
Kartoffelbau.
Seiner hohen Bedeutung wegen soll diesem Zweige des Gemüsebaues ein besonderes Kapitel gegeben werden. Die Kartoffel gedeiht schnell im Lande und besonders gut auf mildem, leichteren Boden. — 80—100 Zentner vom Morgen ist das Mittel einer Ernte. Es gibt im Lande manche Leute, die sich lediglich mit Kartoffelbau beschäftigen und damit vorzügliche Geschäfte machen. Der Preis für Kartoffeln schwankt im Innern des Landes zwischen 12— 20 Mark pro 100 Pfund. Es ist natürlich anzunehmen, daß diese Preise bald sehr heruntergehen werden, sodaß auch in der Kolonie die Kartoffel, die man heute vielfach ' noch als Delikatesse ansieht, bald allgemeines Volksnahrungsmittel sein wird. Nach meinen Berechnungen betragen die Produktionskosten für Kartoffeln auf Rieselfeldern 7—8 Mark pro 100 Pfund. — Zwei Ernten können mit Bestimmtheit gemacht werden.