einige Fuß tief auf Felsen lagert, ist ungeeignet, noch ungeeigneter aber ist brakiges Wasser. Weniger schädlich scheint brakiger Boden zu sein, wenn man gutes Wasser zum Bewässern hat. Kein Same keimt gut in brakigem Wasser, manche überhaupt nicht. Tiefgründiger, kalkhaltiger, sandiger Lehm oder Ton ist das Element, in dem sich die Luzerne wohl fühlt. Hat man dazu reichlich gutes Wasser, so sind 9—10 volle Schnitte im Jahre keine Seltenheit. Niemals lasse man Vieh direkt auf dem Luzernefeld weiden, da hierdurch unendlich viel zertreten wird. Was man nicht bis zu einsetzender Blüte vom Felde weg verfüttert, mache man für Reservefutter oder für den Verkauf zu Heu. Bei dieser Heubereitung ist peinlickst darauf zu achten, daß in der Luzerne nur in den allerfrühesten Morgenstunden gearbeitet wird, da sonst die Blätter und kleinen Stengel abgrusen und man später nur die weniger wertvollen großen Stengel im Ballen hat. Wenn man die Ballen nicht zu groß macht, kann man das Pressen derselben sehr gut des Morgens im Tau vornehmen. Wenn es nicht all zu naß ist, macht diese Behandlung nichts aus, garantiert aber ein wertvolles Futter im Ballen.
Gemüsebau.
Von unseren Gemüsearten gedeiht alles, was man dem Boden übergibt, vorzüglich. Natürlich muß man die Eigentümlichkeit der einzelnen Arten und Sorten berücksichtigen. Man wird überall im Lande gut tun, die feinen Sämereien in Rillen zu streuen und dann mit reinem Sand, nicht mit dem schweren Ackerboden zuzudecken. Ein schnelleres, gleichmäßigeres Aufgehen der Saat belohnt diese kleine Mühe reichlich. Jeder fleißige Mensch kann sich auf der Farm mit Leichtigkeit das ganze Jahr sein Gemüse bauen. Es gedeihen zwar nicht alle Sorten gleich gut in jeder Jahreszeit, so z. B. müssen Kohl, Erbsen und Bohnen in der kalten Zeit, Mai, Juni, Juli, gebaut werden, Gurken, Melonen, Kürbisse Avieder im September. Trotzdem aber kann man mit Leichtigkeit das ganze Jahr den Genuß aller Gemüsesorten haben. Die Sonne ist der schönste Dörrapparat. Geschnittenen Kohl, Wurzeln usw. trocknet man in 24 Stunden so vollständig aus, daß sie sich, in Säcke verpackt, jahrelang halten. Das in Europa auf künstlicher Dörre getrocknete ist mit dem an der Sonne bereiteten Dörrgemüse gar nicht zu vergleichen. Durch die