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Tatsache, daß die deutschen Geräte gleichwertig, wenn nicht besser als ausländische sind, sondern auch das allgemeine Nationalbewußtsein und der deutsche Gedanke sollten uns veranlassen, als Deutsche im Auslande eine deutsche Fabrik gegebenen Falls durch Abnahme ihrer Fabrikate zu unterstützen. Es ist ein großes Unrecht, wenn man amerikanische Fabrikate kauft, die nur scheinbar besser sind, weil sie bei Besichtigung auf dem Ausstellungsplatze netter und gefälliger aussehen. Der Amerikaner mag dem Deutschen vielleicht in Erfindung neuer Modelle überlegen sein, weil die Maschine drüben noch weit mehr als in Europa berufen ist, die ständig wachsenden Arbeitslöhne zu vermindern, in der Ausführung aber ist der deutsche Fabrikant dem Amerikaner voraus. Säemaschinen, Scheibeneggen, Hackpflüge etc. werden heute alle von den deutschen Fabriken ebensogut und besser hergestellt als von amerikanischen.
Es sei hier zum Schluß nochmals betont: In der Ausführung einer rationellen Bodenkultur hat der Farmer allein das Mittel für eine reelle Verbesserung seiner Farm in der Hand, und zwar nicht nur im Hinblick auf den Landbau, sondern ebenso auch für die Vermehrung und Verbesserung seines Weidefutters in Gegenden, wo der Landbau zu unsicher sein würde. Wo der Pflug den Boden lockert, dringt die Fruchtbarkeit ein. Möge die Zeit nicht mehr fern sein, wo es keine Farmer mehr gibt, die sagen, daß sie keinen Pflug hätten, auf ihrer Farm auch keinen sehen wollten, weil sie eine Arbeit ohne baldigen sichtbaren Erfolg nicht liebten.
Weizenbau.
Die besten Erfahrungen und Erfolge habe ich mit gut gezüchtetem Sommerweizen gemacht. Im Juni gesät, kommt er im November zur Reife. Vor einigen Jahren habe ich zur Probe einen Morgen mit Professor Woltmanns neuem Elefantenweizen bestellt. Diese Züchtung, die ja besonders für trockene Gegenden berechnet war, scheint mir aber für unser Land weniger geeignet zu sein, denn bei mir und anderen Farmen ist dieser Weizen trotz langen Stehens auf dem Felde nicht zur Ährenbildung gekommen. Die gleiche Erfahrung habe ich übrigens schon früher mit anderen Winterweizenarten gemacht.