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Togo, die Aufrichtung der deutschen Schutzherrschaft und die Erschließung des Landes / von Georg Trierenberg
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Sechster Teil. Die Entwicklung des Verkehrs.

Kabelverbindung des Schutzgebiets Togo mit dem Mutterlande hergestellt worden. Die weitere Verlängerung dieses Kabels bis Kamerun ist bereits in Angriff genommen.

Die Postverbindung mit Europa vermitteln in der Hauptsache die Dampfer der drei für den Afrikadienst vereinigten deutschen Reedereien, die Woermann- Linie, die Hämburg-Amerika Linie (Afrikadienst) und die Hamburg-Bremer-Afrika-Linie. Sie unter­halten einen regelmäßigen Post-, Passagier- und Frachtdampfer­dienst zwischen den großen Europa-Häfen und der West- und Süd­westküste von Afrika, so daß im allgemeinen monatlich viermal Postsendungen empfangen und zweimal abgeschickt werden können. Daneben können auf Verlangen auch die zwischen Co­tonou und Marseille oder Bordeaux monatlich einmal verkehren­den Postdampfer der Fraissinet-Linie und der Chargeurs Reunis sowie die wöchentlich einmal von Accra nach Liverpool abgehen­den Schnelldampfer der British and African Steam Navigation Comp, und der African Steamship Comp, zur Beförderung von Briefsendungen nach beiden Richtungen benutzt werden. Die Be­förderung bis Cotonou oder Accra geschieht in diesem Falle auf dem Landwege durch Postboten von Anecho oder Lome.

48. Funkentelegraphie.

Im Jahre 1911 stellte die Gesellschaft für drahtlose Tele­graphie gegen einen einmaligen Kostenzuschuß aus Reichsmitteln, im übrigen auf ihre Kosten, Versuche an, ob sich eine funkentele­graphische Übermittlung von Nachrichten zwischen ihrer Funken­telegraphenstation in Nauen und einer in Togo errichteten Emp­fangsstation ermöglichen ließe. Mit der Leitung der Durchführung der Reichweitenversuche mit drahtloser Telegraphie wurde der Telefunkeningenieur Baron Codelli v. Fahnenfeld beauftragt. Da er befriedigende Resultate erzielte und es ihm gelang, mit der an 6000 km entfernten Station in Nauen in direkte Verbindung zu treten, wird gegenwärtig zur Fortsetzung seiner Versuche bei Kamina im Bezirk Atakpame eine Großstation errichtet. Auch in Lome soll noch im laufenden Jahre mit der Errichtung einer Küstenstation begonnen werden. Sollten die Reichweitenver­suche auch im Großen erfolgreich ausfallen, dann wird die Ver-