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Sechster Teil.
Die Entwicklung des Verkehrs.
43. Verkehrsstraßen.
it der Durchführung des allgemeinen Landfriedens und der Öffnung der früher in sich abgeschlossenen Gebiete für den Verkehr waren die Vorbedingungen für die freie Entwicklung von Verkehr und Handel gegeben. Da es aber an guten Verbindungen der Orte und Landschaften untereinander und vor allen Dingen nach der Küste hin fehlte, begann die Verwaltung sobald als möglich mit der Anlage und mit dem Ausbau von Verkehrsstraßen. An Stelle der schmalen, viel gewundenen und sandigen Negerpfade entstanden breite, gerade und befestigte Straßen. Die Flüsse, die früher nur in der Trockenzeit und zum Teil nur mit Lebensgefahr überschritten werden konnten, erhielten feste Brücken. Zur besseren Unterkunft wurden an den Straßen, an den Endpunkten der Tagemärsche, Rasthäuser für Europäer und Herbergen für Farbige errichtet. Nach einem einheitlichen Plane wurden die Hauptorte des Landes miteinander verbunden und nach und nach auch die seitwärts der großen Straßen gelegenen Ortschaften durch Zufuhrwege an die Hauptverkehrsadern angeschlossen. Dieser planmäßige Straßenbau, vor allem aber die spätere Fahrbarmachung der Hauptstraßen, förderte die Entwicklung des Schutzgebiets in erheblichem Maße. So entstanden nach dem Ausbau der Wege von Lome nach Palime und von Lome nach Atakpame zu Fahrstraßen, in kurzer Zeit große Marktplätze an diesen Wegen, welche, wie besonders Palime und Atakpame selbst, einen solchen Aufschwung nahmen, daß man sich zum Bau von Eisenbahnen entschloß. Diese schnelle Entwicklung ist auf die Verbilligung