5. Die Expeditionen zur Erschließ mg des Landes.
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C. Die Zeit der Unterwerfungs-Expeditionen,
Wegen des Verbots, die neutrale Zone zu betreten, mußte Bestrafung Dr, Grüner auf seinem Rückmärsche von Kete-Kratschi nach San- ^durch*" sane-Mangu wieder den von ihm neuerschlossenen, um die neutrale Dr. Grüner
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Zone herumführenden Weg über Bassari benutzen. Dieser Weg derVer- war inzwischen durch Raubzüge und Fehden von zu Bassari ge- bindung mit hörigen Ortschaften gesperrt worden. Die Bewohner von Bassari^ a (S^*i 43 *) 97 ’ hatten sich kürzlich schon gegen den Freiherrn v. Seefried und darauf auch gegen den Grafen Zech anmaßend und herausfordernd benommen, hatten aber von diesen beiden Offizieren mangels genügender Machtmittel nicht bestraft werden können. Dr. Grüner wurde bei seinem Durchmärsche von den Bassari angegriffen und unterwarf sie mit Hilfe des Zollassistenten Wegner, den er mit 30 Soldaten bei Kabambore auf dem Marsche nach Sugu getroffen hatte zur Ablösung des Freiherrn v. Seefried. Auf dem Weitermarsche errichtete Grüner zur Sicherung der neuen wichtigen Verbindungsstraße mit Mangu kleine Stationen in Bapure und Ban- jeli und hißte in allen an der Straße gelegenen Hauptorten die deutsche Flagge, um sie vor der Besetzung durch die Franzosen zu sichern.
Ende Juni 1897 war Dr, Grüner von Sansane-Mangu zu einem Feldzug des Strafzuge gegen die Konkomba aufgebrochen, weil sie den Häupt- ling und die Station von Bapure überfallen und die soeben herge- v. Massow stellte Verbindungsstraße nach Kete-Kratschi unterbrochen hatten, Konkomifa (Zug des Dr. Grüner nach Bapure, S. 146). Grüner hatte jedoch 1897. (S. 148.) der Aufständischen nicht Herr werden können, da er seine Hauptkräfte kurz vorher mit dem Oberleutnant Thierry zur Sicherung von Gurma nach Pama und Matschakuale entsandt hatte (Zug des Oberleutnants Thierry nach Gurma, S, 145), wodurch ihm selbst nur noch 21 Soldaten, zum großen Teile Rekruten, geblieben waren.
Nachdem er von diesen fast die Hälfte durch Verrat verloren hatte, schlossen ihn die Konkomba in Bapure und später in Bassari ein und schnitten jede Verbindung mit der Station Sansane- Mangu und dem Oberleutnant Thierry in Gurma ab. Zu Gruners und Thierrys Entsatz und zur Bestrafung der Konkomba mußte daher im August 1897 der Oberleutnant v. Massow mit der Polizeitruppe in das nördliche Hinterland entsandt werden. Es glückte ihm