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waren auch die letzten erschossen. Dieser Leutnant liegt in Ehren," schloß Joseph Christian seine Erzählung.
Die auf der Spur der Hottentotten folgenden Soldaten fanden die nebeneinander liegenden Leichen der Gefallenen. Manchem tapferen Reiter stand da eine Träne im Auge. Die deutsche Truppe erfüllte das letzte Liebeswerk an den gefallenen Kameraden und bettete sie fern von der Heimat in den afrikanischen Boden. Drei weithin donnernde Salven gaben ihnen die letzte Ehre.
Wenn man jetzt an der einsamen Wasserstelle Tsamab vorüber- kommt, sieht man da ein weithin leuchtendes weißes Kreuz. Auf ihm sind die Namen der tapferen Gefallenen verzeichnet.
Nach Sievert.
87. Kreuz am Wege.
(Siehe Tafel 2.)
"Am Wege steht gerichtet Ein steinernes Totenmal;
Der Regen hat vernichtet Den Namen nnd die Zahl.
Doch weiße Winden woben Ein Kränzlcin um den Stein, Das speist der Himmel droben Mit Regen und Sonnenschein.
Hier ward, bedeckt mit Wunden, Gefällt von Mörderhand,
Ein fremder Mann gefunden Auf blutgetränktem Sand.
Mitleidige Menschen scharrten Ins Grab den kalten Leib. Daheim vergeblich harrten Des Toten Mutter und Weib.
Leis' weinte die Mutter, die alte, Laut jammerten Weib und Kind. Ihr Klageruf verhallte.
Doch hat ihn gehört der Wind.
Von einer weißen Winde,
Im Gärtlein still gereift.
Hat leise er und linde Ein Samenkorn gestreift.
Das trug er auf dem Flügel Rasch über Strom und Land And legt es auf dem Hügel Des Toten in den Sand.
Der Same ist aufgegangen.
Die Winde klomm in die Höh'; Sie hält das Kreuz umfangen And ruft zum Himmel Weh.
Rudolf Baumbach.