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Ein Heldentum hat dieser Krieg gesehen In stillem Dulden wie in kühner Tat,
Bor dem wir voll gerechten Stolzes stehen.
Boin Fürstcnschlos; zum fernsten Farmerhaus Gelobt es bei der Tapfern Grabeshügcln:
Nie lösche ihr Gedenken in uns aus.
Bis Mär' und Sage einst es widerspiegeln!
Keving (in Kolonie und Äeimat).
85. Im dreitägigen Ringen bei Groß-Nabas.
(2.—4. Januar 1905.)
Oben auf dem linken Höhenrande der steilen, zerklüfteten Fels- ufer zog die Truppe längs dem trockenen Flußbette weiter. Den Weg mußten sich Reiter, Geschütze und Wagen zwischen zerstreut stehendem Buschwerk selber bahnen. Eng aufgeschlossen, rücken wir langsam vor. Eine Patrouille hat noch am Abend zuvor 400—500 Hotten- totten in unserer Nähe gemeldet, die flußabwärts eilten. Wieviel mag die ganze Stärke des Feindes betragen?
Ansere eigene Abteilung zählte nur etwa 220 Köpfe, da die drei Kompagnien sehr zusammengeschmolzen waren.
Das Gesträuch wird dichter, die Hochfläche faltiger und durch beide die Übersicht in bedrohlichem Maße erschwert. Zum Abteilungs- stabe vorreitend, werde ich von Major Meisters neuem Adjutanten angeredet: „Passen Sie auf, in kurzer Zeit liegen wir im schwersten Gefecht!" — Schon nach wenigen Minuten zischen uns die Kugeln um die Ohren. Im Nu ist alles abgesessen, und kurze, scharfe Befehle setzen die Truppe an. Die Geschütze kämpfen alsbald zwischen den Kompagnien auf beiden Flügeln. Der Gegner weicht eine Strecke zurück, liegt aber dann erst in seiner besten Stellung, in einer Felsenfestung mit klippigen Schluchten und bombensicheren Laufgräben, die von der Natur in den Fels geschnitten sind. Diese Felsenburg sollte die kleine deutsche Abteilung einer fünf- bis sechsfachen Übermacht entreißen.
Stundenlang dauert der heftige Kampf ohne entscheidende Fortschritte. Der Tag wird sehr heiß, und die meisten Schützen liegen hinter Steingeröll, hinter einer Bodenfalte oder leeren Geschoßkörben in der prallen Sonne. Die Steine strahlen solche Hitze aus, daß