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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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Dieser Schilderung stimmten alle zu, und mancher ließ sich hinterher Scheffels Worte still wiederholen. Nur ein Vorbehalt wurde ausbedungen: kampfmüd' war die Truppe dennoch nicht. Wenn die Schwarzen sich nur zur letzten Entscheidung stellen wollten und ein­holen ließen! Schmidt, Aus unserem Kriegsleben in Deutsch-Südwestafrika.

84. Nach dem Aufstande.

Zu Ende ging der Kampf. Verarmt, gefangen.

Ist das Hcrerovolk in unsrer Hand.

Wo seine mächt'gen Herden einst gegangen.

Das weite Feld ist weißen Mannes Land.

Nun, da vorbei des blnt'gen Krieges Wehen,

Die graus'ge Tat verdiente Strafe litt,

Mchrt's mir der Sieger Nuhm, wenn wir gestehen. Ein Herrcnvolk um Land und Freiheit stritt.

Lind auch der Nama Horden sind vernichtet. Zerlumpte Banden, zäh' und klug im Streit,

Lind lang, bevor sie unser Schwert gerichtet,

Vom Schicksal schon dem Llntergang geweiht.

Doch bringt die Opfer auch dies Land uns wieder. An Sand und Dornen reich, an Quellen arm?

Auf trockne Steppen glüht die Sonne nieder.

Lind einsam liegt die weitgcsteckte Farm.

Zwar ist's ein Wunderland im schlichten Kleide:

Gib Wasser ihm, und du weckst üpp'ge Pracht; Verdorrte Gräser bcrgcu kräft'ge Weide,

Lind edlen Stein und Erze Feld und Schacht.

Doch beut es auch das edelste Gestein,

So reich, wie's nur in Kimberley sich fand.

Lind schenkte es noch Gold, so schwer und rein, Wie's nur im Boden von Witwatersrand:

Die reichste Erde kann nicht wiedergeben Die edle Saat, die hier wir cingesät.

Was dieser Kampf an jungem deutschem Leben,

Was Durst und Fieber grausam hingemäht!

So floß vergebens so viel teures Blut?

Nein, nimmermehr! Sucht nur des Streites Früchte Im Staube nicht. Er brachte höh'res Gut;

Denn strahlend schrieb im Buch der Weltgeschichte Hier deutsche Kraft ein gold'ncs Ehrenblatt.