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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
Entstehung
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I

Schmerenbeck, Wecke und Voigts, sowie Voysen und Wulfs beteiligt waren. Wer heute die schön gelegene Hauptstadt mit ihren hübschen Häusern und Kirchen, den Gärten, Parkanlagen und Denkmälern (siehe Tafel 1) sieht, der kann es kaum glauben, daß sie erst auf ein Alter von wenig mehr als 20 Jahren zurückblickt.

Nach Pas sarge, Rohrbach und Külz.

75. Der Hottentottencharakter in Anlehnung an die Fabeln dieses Volkes.

Jedes Volk hat seine Eigenart, seinen ihm eigenen Charakter, der sich nach dem Lande richtet, das es bewohnt, und nach der Ge­schichte, die es erlebt. Am ein Volk kennen zu lernen, muß man seine Sprache verstehen, dazu auch seine Fabeln und Erzählungen. Der wahre Charakter der Hottentotten ist in ihren Fabeln zu er­kennen, die schon uralt sind. Drei Fabeln sollen hier erzählt werden.

l. Wie der Schakal als Diener des Löwen seinen Herrn auf

der Jagd betrügt.

Eines Tages gingen der Löwe und der Schakal auf die Jagd, belauschten das Wild und krochen es an. Der Löwe schoß und fehlte, der Schakal aber traf. Der Löwe rief:Du hast nicht getroffen, sondern ich."Gewiß, alter Großvater, du hast getroffen," sagte der Schakal. Sie gingen dann heim, um zum Ausschlachten des Wildes wiederzukommen, wenn es tot wäre. Ohne Vorwissen des Löwen aber kehrte der Schakal zurück, schlug sich auf der Wildspur die Nase blutig und folgte so der Spur von lebendem Wild, um den Löwen zu betrügen. Als er weit genug war, verließ er diese Spur und ging zu dem getöteten Wild. Er schlüpfte in das Tier hinein und schnitt alles Fett ab, das darin war. Später folgte der Löwe der blutigen Spur, bis er die List des Schakals merkte und auch zum Wilde gelangte. Wütend riß er den Schakal am Schwänze heraus und schalt ihn:Warum hast du mich betrogen?" Doch der Schakal meinte:Bewahre, Großvater, betrogen habe ich dich nicht; ich wollte für dich das feinste Fett losschneiden."Nun ja," sagte der Löwe,nimm das Fett und bringe es der Löwin, deiner Groß­mutter!" Dem Schakal aber gab er die Lunge. Als der Schakal heimkehrte, gab er das Fett seiner Frau; die Löwin erhielt die Lunge.