Druckschrift 
Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

81

Inzwischen war das Land unter die deutsche Herrschaft gekommen. Hendrik Witbooi wollte sich ihr nicht beugen. Am nicht zwei Gegner zu haben, schloß er im Jahre 1892 mit den Herero Frieden. Trotz­dem war es ihm unmöglich, seine Anabhängigkeit zu behaupten. Nach schweren Kämpfen (bei Hoornkrans und in der Naukluft) wurde er im Jahre 1894 zur Anterwerfung gezwungen.

Nach Passarge, Südafrika.

71. Zwei Kriegslieder der Hottentotten.

Gedichtet von dem jüngsten Sohne Hendrik Witboois.

I.

Netter, holt die Pferde heran.

Nehmt das Gewehr, gürtet die Tasche!

Tut Patronen hinein, sattelt die Pferde!

Fußvolk und Nciter, zieht in den Krieg!

Hort des Hauptmanns Stimme im Krieg!

Zieht im Dunklen, schießt am Morgen!

Fußvolk und Netter, schleicht euch heran.

Springt und überfallt, Brüdcr!

Nechtcn und linken Flügel ausgebreitet

Fechtet so und kehrt zurück zur Zeit!

Hauptmann, ruf' deinen Fechtern jetzt zu,

Feurc an, laß stürmen zur rechten Zeit!

Stürmt an mit Schießen und Kricgsruf!

Nastct nicht, der Feind erwacht;

Stürmt an mit Schießen, Schlagen und Stechen,

Fechtet lasset den Kriegsruf schweigen!

II.

Geht es in den Krieg,

Dann jubeln alle; doch bei Der Nückkehr weinen einzelne.

Krieg sättigt den einen.

Den andern läßt er verhungern;

Krieg erniedrigt den einen And erhebt den andern,

Krieg macht arm und reich!

Schwabe, Mit Schwert und Pflug in Deutsch-Südwestafrika.

6