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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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geregnet hat. Leider ist auf diesen Flächen noch kein Wasser er­schlossen worden; nur die unzähligen Springbockherden haben den Nutzen der saftigen Weide.

Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß die weiten Ebenen später wirtschaftlich ausgenutzt werden können, nachdem Wasser erschlossen worden ist. Wenn auch die Regenmenge im Süden eine bedeutend niedrigere ist als im Norden, so genügt doch selbst dieser geringe Negenfall, um das Gras herauszulocken und zum Blühen zu briugeu.

Im Nordosten des Bondelzwartgebietes liegen die großen Karras- berge. An das Hauptgebirge schließen sich zerklüftete Tafelberge an, die im Osten niedriger werden und schließlich einem weiten Düuen- felde den Platz einräumen. Neben den Oranjeflußbergen waren die Karrasberge öfter der Schauplatz ernster Gefechte mit den Auf­ständischen. Die Karrasberge sind wohl der wertvollste Teil des alten Stammesgebietes. Die früher dort wohnenden Leute hatten große Herden, dazu reiche Iagdgründe, während die Leute in den Ebenen mehr und mehr verarmten.

Von den großen Karrasbergen zieht sich eine Hügellandschaft hinab zu den kleinen Karrasbergen. Auch dieses Gebirge ist weide- und wasserreich und besaß früher viel Wild.

Viele Gegenden des ganzen Gebietes sind zur Wollschafzucht sehr geeignet, da der Busch nicht so dicht ist wie im Hererolande.

Die Riviere haben meist ein starkes Gefälle und ergießen in der Regenzeit ihre schlammigen Fluten in den Oranje. In allen diesen Flüssen sind gute Wasserstellen. Der Kameldornbaum kommt häufig in stattlichen Exemplaren vor, ebenso die harzspendenden Dornakazien. Nach Wandres (in den Windhuker Nachrichten).

69. Die Religion der Hottentotten.

Heute sind die meisten Hottentotten Christen. Wenn im Nach­folgenden von der Religion der Hottentotten geredet wird, so ist damit die Arreligion dieses merkwürdigen Volkes gemeint, die es hatte, bevor es mit den Weißen in Berührung kam.

Die Hottentotten glaubten an das Vorhandensein von Seelen und Geistern, unter denen die mächtigsten besondere Verehrung genossen. Zugleich finden wir aber auch Anklänge an die Religion der Nordostafrikaner, besonders der Ägypter, mit denen die Hotten-