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In welche Zeit versetzt uns dieser Spruch? Wie mag es in unserem Land ausgesehen haben, als die Alten noch einige Aussichten hatten, die Erfüllung ihrer Wünsche zu sehen!
Jetzt raucht es unter dem Quirlstock. Behutsam wird zerriebener trockener Dünger herangeschoben. Er quirlt weiter. Der Rauch wird stärker; jetzt zeigt sich ein Funken. Durch Blasen wird der Funke zur Flamme entfacht. Das heilige Feuer brennt. Die Sonne erscheint im Osten. Die Werftbewohner sind erwacht. Aus allen Hütten kommt jemand, um heute ein Hausfeuerchen am heiligen Feuer zu entzünden: so will es die alte Sitte.
Vedder (Evangelisches Gemeindeblatk).
57. Die Religion der Herero.
Die Herero haben zwei Namen für Gottheiten: I^ck^urndi Ivu- runAÄ und Nukuru. Der Xckz'amdi XurunAÄ ist die im .Fimmel lebende Gottheit, der Schöpfer der Menschen und aller Dinge, der Bater des Lebens. Er ist ein guter Geist, voll Liebe und Güte gegen die Menschen. Er hat sich aber in den Fimmel zurückgezogen und die Erde den Dämonen, d. h. den Geistern der Verstorbenen, überlassen. Früher wurde er verehrt und in Zeiten der Not angerufen. Jetzt aber hat man ihn fast vergessen. Immerhin rufen die Herero, wenn ihnen ein unerwartetes Glück zugestoßen ist, zuweilen seinen Namen aus.
Der iVIutzuru dagegen ist der Vertreter des Stammes, der Erahne, von dem alle Mitglieder des Stammes herkommen. Jeder Stamm hat also seinen eigenen iVIukuru, und sein Vertreter auf Erden ist der jeweilige Häuptling (siehe Tafel 12). Die Toten leben als Geister fort, und zwar sind es böse Dämonen, die den Menschen schaden und namentlich des Nachts ihr Anwesen treiben. Durch Gebet und Opfer muß man sie versöhnen und ihre Gunst gewinnen. Ihnen heilig ist ein Baum, die Eiche Südafrikas, der OmurndoromdonAa. Das .Heiligtum des Stammes ist die Otzüa. Diese besteht aus einem Bündel von Stöckchen. Jedes Stäbchen stellt einen verstorbenen Häuptling dar, und wenn ein solcher stirbt, so wird ein neues Stäbchen dem Bündel hinzugefügt.
In der Werft des Häuptlings befinden sich der Opferaltar und ein Zweig des Ahnenbaumes. Der Häuptling verrichtet an dem