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53. Zwei Feinde der Termiten.
Die größte Fertigkeit im Graben besitzen die in ganz Südafrika vorkommenden Erdferkel, die sich in wenigen Augenblicken in die Erde einwühlen können, mag der Boden auch noch so hart sein. Wenn ein Erdferkel an einen Termitenhaufen kommt, beschnuppert es ihn zuerst sorgfältig von allen Seiten; dann geht das Graben los, und das Tier wühlt sich in die Erde, bis es auf den Hauptgang des Nestes gerät. In diesen steckt es seine lange, klebrige Zunge und zieht sie dann mit zahlreichen Termiten bedeckt zurück. Ist es tiefer ins Nest eingedrungen, wo Millionen von Termiten durcheinander wimmeln, so frißt es fast wie ein Hund, mit jedem Bissen Hunderte zugleich verschlingend. So geht es von einem Bau zum anderen und richtet unter den Termiten die größten Verheerungen an. Auch die Schuppentiere (siehe Tafel 19) benutzen in der Hauptsache die Zunge als Termitenfänger. Dieses Tier lebt, wie festgestellt worden ist, überhaupt nur von Termiten.
Diese beiden Säugetiere sind also durch die Vertilgung der alles verheerenden Termiten uns sehr nützlich und verdienen daher die weitestgehende Schonung. Escherich, Die Termiten.
54. Der Pillendreher bei seiner Arbeit.
Ein harmloser Begleiter aller Pflanzenfresser ist ein großer, schwarzer Käser, der Pillendreher. Beim Auffinden seiner Nahrung leitet diesen Käfer wohl ausschließlich der Geruchssinn. Man sieht das Tier aus beliebiger Flugbahn plötzlich abfliegen und gegen den Wind aus großer Entfernung schnurstracks ankommen, um plump vor dem frischen Mist, von dem es lebt, niederzufallen. Die Flügel, die ihm zerknittert unter den Flügeldecken Hervorhängen, ordnet er schnell und besichtigt seinen Fund, ohne sich mit Fressen aufzuhalten. Dann sucht er, zuweilen weit entfernt, einen geeigneten Grabeplatz und geht sofort ans Werk, ohne sich zunächst weiter um den Mist zu kümmern. Er stemmt den Kopf in den Sand, spreizt das letzte Beinpaar weit auseinander, um sich einen Halt zu geben und die beiden vorderen Beinpaare zum Scharren frei zu bekommen. Das erste Beinpaar gräbt; das zweite befördert den losen Sand unter den Bauch, das dritte gibt von Zeit zu Zeit seine Stützhaltung auf und stößt den