beginnt gewöhnlich mit Schüttelfrost, dem bald hohes Fieber bis über 40 ° folgt. Nach einigen Stunden tritt unter heftigem Schweiß- ausbruch die Entfieberung ein. Der Fieberanfall ist meist begleitet von heftigem Kopfschmerz und Erbrechen.
Das einzige sicher wirkende Heilmittel ist das Chinin, das aus der Rinde des China- oder Fieberrindenbaumes in Südamerika gewonnen wird. Glücklicherweise kommen in Deutsch-Südwestafrika meist nur leichtere Fälle von Malaria vor, so daß diese Krankheit keine ernste Gefahr für den Bewohner der Mitte und des Südens unseres Landes bildet.
Am der Ansteckung vorzubeugen, sucht man sich vor den Stichen der Moskitos zu schützen. Da diese Tiere nur nachts stechen, muß man sie durch Gazefenster oder Moskitonetze von den Schlafstellen fernhalten. Einreibungen der Haut mit stark riechenden Stoffen nützen nichts. Wichtig ist auch der Schutz der Füße am Abend, wenn sie nicht mehr in die starken Ledergamaschen gehüllt sind und in der Dunkelheit den Moskitos ein besonders willkommenes Angriffsfeld bieten. Durch Trockenlegung der Sümpfe können auch die Malariabrutstätten in der Nähe größerer Ansiedlungen vernichtet werden. Dr. Krauß (in Kolonie und Äeimat).
45. Unser Wild in früheren Zeiten.
Noch vor hundert Jahren war Südwestasrika ungeheuer reich an Wild; der Löwe war überall der Herr des Landes. Es deutet darauf hin der Löwenfiuß hinter Keetmanshoop, die Löwenpforte bei Be- thanien und viele andere nach dem Löwen benannte Örtlichkeiten. Damals galt das südafrikanische Lied:
6e?inA, o inz?n vaclerlunck!
List lanck van leeuxv^ en olikünt^,
Waur en rkenosterckier^
^icki beck't int ristArns cker rivier.
Le^inA, o 23NA, rnz-n vackerlanci!
Wanr vvAelstrui^ ckoorrzAt Iret ?Lnck,
^Vanr Anoe° en sprinZboll vroolz^ll ckanst, s'l^aineelpanrcls^ ooA van vreu^cks Alan^t.
* Löwe, 2 Elefant, ^ Nil- oder Flußpferd, ^ Nashorn, ^ Strauß, ° Gnu oder Wildebeest, ' Giraffe.