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man die glatte, starke Schale ab, so kommt man zu der faserigen Äülle. Sie schmeckt ähnlich wie Johannisbrot und wird von Kindern und Eingeborenen gern gegessen. In neuester Zeit wird aus dieser Äülle Spiritus hergestellt. Rohm an».
44. Die Malaria.
Malaria heißt auf deutsch: schlechte Luft. Malaria ist der Name einer Krankheit, die besonders in sumpfigen Niederungen vorkommt und deshalb auch Sumpffieber genannt wird. Man glaubte, daß aus den Sümpfen krank machende Dünste aufstiegen. Wegen der in bestimmtem Wechsel auftretenden Fieberanfälle heißt die Krankheit auch Wechselfieber.
Die Krankheit ist besonders in heißen Ländern häufig; doch kommt sie auch in Deutschland vor. Man hat ausgerechnet, daß auf der ganzen Erde 100 Millionen Menschen an der Malaria leiden. In Indien allein sterben jährlich etwa l 200000 Menschen an dieser Krankheit. Obwohl wir in Deutschland selbst wenig Malaria haben, ist uns diese Krankheit seit dem Erwerb der Kolonien sehr verhängnisvoll geworden. Viele Söhne des deutschen Volkes, die voll Begeisterung hinauszogen, wurden von der tückischen Krankheit dahingerafft. Nicht in der offenen Schlacht fielen sie, vom Speere des Feindes getroffen; aus kummervollem Krankenlager siechten sie dahin und erlagen dem Stich einer Mücke, des Moskitos. Wenige Jahrzehnte erst ist es her, daß man diesen Feind erkannt hat und weiß: die Malaria wird nicht in Form von giftiger Sumpfluft eingeatmet, sondern sie wird durch den Stich einer Mücke, des ^.nopstoles mn- culipennis, auf den Menschen übertragen. Das Weibchen dieser Art sticht den Menschen, weil es zur Ablage seiner Eier Blut nötig hat. Eine Ansteckung erfolgt dabei nur, wenn es vorher einen Malariakranken gestochen hat und deshalb die Keime dieser Krankheit in sich trägt.
Diese Keime, Sporozoiden oder nach ihrer Gestalt Sichelkeime genannt, kreisen nun mit dem Blut im menschlichen Körper. Bald bohren sie sich in die roten Blutkörperchen ein und entwickeln sich da zu ringförmigen Gebilden. Diese Ringe zerfallen schließlich in 12—14 kleine Kugeln, die nun wieder inBlutkörperchen eindringen und sich zuRingen entwickeln.
Von dem Stiche des Moskitos bis zum ersten Fieberanfall verstreicht eine Zeit von etwa 10 Tagen. Die eigentliche Erkrankung
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