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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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42. Guchab und Grootfontein.

Zwanzig Minuten von der Bahnstation Guchab erreichen wir das Kupferbergwerk (siehe Tafel 7). Äier herrscht ein emsiges Treiben. Zahlreiche Kaffern schlagen die zutage liegenden Erze los. Andere brechen sie mit Brechstangen ab oder bohren die Löcher in das feste Gestein, die der weiße Aufseher mit Dynamit füllt, das er dann zur Entzündung bringt. Die Erze werden in Säcke gefüllt. Kräftige Eingeborene tragen sie talab zur Eisenbahn.

Setzen wir unsere Eisenbahnfahrt fort, so gelangen wir bald in die Grootfonteiner Fläche, ans der nur wenige Kuppen hervorragen. Ämter einem Buschstreisen wird ein Kirchturm sichtbar, der Kirchturm von Grootfontein.

Der Teil Grootfonteins, den wir zuerst betreten, ist erst im Jahre 1907, als der Bahnbau begann, angelegt worden. Etwas weiter entfernt liegt der alte L)rt. Er hat seinen Namen von den Buren erhalten, die 1885 von Angola auswanderten und nach langer Wanderung hier ihre Wohnsitze aufschlugen. An dieser Stelle lag früher ein großer Sumpf, der die ganze Gegend recht ungesund machte. Zahlreiche Todesfälle kamen daher unter den Buren und Soldaten vor. Äeute sieht der Besucher von dem Sumpfe nichts mehr. Er wurde durch große Gräben entwässert. Diese Gräben führen sein Wasser in das große Badebassin des Bezirksamtsgartens.

Rohmann.

43. Der Grootfonteiner Palmenwald.

Zwanzig Kilometer südöstlich von Grootfontein liegt der Palmen­wald (siehe Tafel 8). Diese Bezeichnung ist allerdings nicht ganz richtig, da man dort keinen dichten Baumbestand vorfindet. Die Palme braucht zu ihrem Wachstum viel Licht; daher stehen die großen Bäume auch weit auseinander, oft mehrere hundert Meter. In den Lichtungen stehen kleinere Bäume oder Büsche.

Die Palme wächst sehr langsam. Sie braucht wohl mehrere hundert Jahre, bis sie völlig ausgewachsen ist. Der Stamm zeigt eine schwärzliche Farbe. Die Krone besteht aus fächerartigen Blättern; daher wird die Palme auch Fächerpalme genannt. Die Früchte hängen in großen Bündeln wie eine Traube aus den Blättern herab. Sie sind so groß wie Apfelsinen und sehen hellbraun aus. Klopft