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Plötzlich regt es sich im Rohre; mit Gebrüll auf ihren Nacken Springt der Löwe; welch ein Reitpferd! Sah man reichere Schabracken In den Marstallkammern einer königlichen Äofburg liegen Als das bunte Fell des Renners, den der Tiere Fürst bestiegen?
In die Muskeln des Genickes schlägt er gierig seine Zähne;
Am den Bug des Ricsenpferdes weht des Reiters gelbe Mähne.
Mit dem dumpfen Schrei des Schmerzes springt es auf und flieht
gepeinigt;
Sieh, wie Schnelle des Kameles es mit Pardelhaut vereinigt!
Sieh, die mondbestrahlte Fläche schlägt es mit den leichten Füßen! Starr aus ihrer Äöhlung treten seine Augen; rieselnd fließen An dem braungefleckten Äalse nieder schwarzen Blutes Tropfen,
And das löerz des flücht'gen Tieres hört die stille Wüste klopfen.
Gleich der Wolke, deren Leuchten Israel im Lande Jemen Führte, wie ein Geist der Wüste, wie ein fahler, luft'ger Schemen, Eine sandgefüllte Trombe in der Wüste sand'gem Meer,
Wirbelt eine gelbe Säule Sandes hinter ihnen her.
Ihrem Zuge folgt der Geier; krächzend schwirrt er durch die Lüfte; Ihrer Spur folgt die Äyäne, die Entweihcrin der Grüfte;
Folgt der Panther, der des Kaplands Kunden räuberisch verheerte; Blut und Schweiß bezeichnen ihres Königs grausenvolle Fährte.
Zagend auf lebcnd'gcm Throne seh'n sie den Gebieter sitzen And mit scharfer Klaue seines Sitzes bunte Polster ritzen.
Rastlos, bis die Kraft ihr schwindet, muß ihn die Giraffe tragen; Gegen einen solchen Reiter hilft kein Bäumen und kein Schlagen.
Taumelnd an der Wüste Saume stürzt sie hin und röchelt leise.
Tot, bedeckt mit Staub und Schaume, wird das Roß des Reiters Speise. Aber Madagaskar, fern im Asten, sieht man Frühlicht glänzen —
So durchsprengt der Tiere König nächtlich seines Reiches Grenzen.
Freiligrath.
40. Die Diriku.
Wenn man von Grootfontein aus zum Akavango fährt, gelangt man nach vierwöchiger Fahrt zu einem kleinen, aber arbeitsamen Bolke, das nach dem Platze, auf dem es wohnt, den Buschmannsnamen Diriku trägt. Jedoch ist hier nicht die ursprüngliche Keimat