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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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. Am Abend.

Abend kam; die Arbeit ruht;

Denn zum lieben Äerdc Kehrt, wer in des Tages Glut Müh' hat und Beschwerde.

In dem Tal wird es so still,

Nun die Sonne sinken will.

An der Straße steht ein Daus,

Gin nur nicd'rcs, kleines;

Aber friedlich sieht es aus,

Wollt', es wäre meines.

Gigcn Daus, ist's auch nur klein.

Besser kann so leicht nichts sein.

Gigen Daus, vor Not geschützt,

Ind davor zum Rasten Gine Bank, aus der man sitzt Nach des Tages tasten,

Ind im Kerzen ssricd' und Nnh'

Was begehrst du noch dazu?

Johannes Trojan.

31. Die Viehzucht in Deutsch-Südwestafrika.

Die Namib ist wirtschaftlich fast unbrauchbar. Nur ihr Äber- gangsgebiet zur Steppe kann wertvoll werden, weil es während der Regenzeit für Pferde gesund ist und diese dort der Pferdesterbe ent­gehen. Die Steppengebiete sind hauptsächlich Viehzuchtländer, und zwar ist am wertvollsten natürlich das Dochland, weil es dauernd Wasserplätze enthält. Man darf aber nicht übersehen, daß die Kalahari ebenfalls ein ausgezeichnetes Weidefeld vorstellt, und des­halb sind die Gebiete mit Kalkpfannen wohl ebensoviel wert wie das Dochland. Der Norden und der Süden unterscheiden sich inso­fern voneinander, als das Damaraland und das Kaokofeld haupt­sächlich für Rinder, das Groß-Namaland dagegen für Kleinvieh geeignet ist.

Die sandigen Gebiete, also namentlich die Kalahari, eignen sich zweifellos für Straußenzucht, und zwar besonders deshalb, weil die Vogel die Angewohnheit haben, im Sande Bäder zu nehmen, wie dies

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