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eine kleine Quelle mit köstlichem, kühlem Wasser. Sie bot uns erquickenden Trank. In Blumen betteten wir uns zu langer Rast. Blau leuchtete der Limmel über uns, und blau funkelten in der Tiefe die Wogen des Atlantischen Ozeans. Da stimmten die Kinder deutsche Volkslieder an. Die Natur stellte uns ihr Riesenorchester; dumpf dröhnte vom Meere der Chor der ewigen Brandung herauf, und träumend gedachten wir der fernen deutschen Leimat.
Ä a s e n k a m p.
29. Ein Tag auf der Farm.
Aus dem Brief einer Farmersfrau.
Bevor noch die Sonne über unseren Bergkuppen emporsteigt, stehen wir auf, und ich öffne Anna, die gewöhnlich schon mit einem Feuerbrand in der Land wartet, die Tür. Sie macht nun sofort in der Küche Feuer. Bald erscheint auch Maria, welche die gröberen Arbeiten zu verrichten hat. Sie muß Lolz und Wasser holen, im Los aufräumen und in der Küche scheuern.
Während mein Mann die Leute beim Melken beaufsichtigt, räume ich mit Anna das Wohn- und das Schlafzimmer auf. Da tönt meines Mannes Stimme herauf, ich solle schnell einmal zu den Viehkralen kommen; gewiß gibt es dort eine Überraschung. Ich eile schnell zu den Kralen hinunter; richtig, da sind wieder über Nacht einige kleine Ziegen geboren. Diese Tierchen sind zu niedlich, und wir freuen uns stets darüber, wie sie so lustig umherspringen. Die Rinder sind schon aus dem Kral getrieben worden. Nun will der Wächter noch das Kleinvieh mitnehmen und öffnet dessen Kral. Wir stellen uns je auf eine Seite und lassen die Tiere zwischen uns hindurchgehen. Gewöhnlich gehen beim Zählen unsere Berechnungen auseinander, und dann muß der Wächter die Tiere noch einmal in den Kral zurückjagen, was er immer sehr widerwillig und mit Gebrumm tut. Endlich sind die alten Tiere auf die Weide getrieben, und wir begeben uns nach dem Lause, um unseren Kaffee zu trinken.
Diese Frühstückszeit wird immer sehr lang ausgedehnt; es ist die gemütlichste Zeit des Tages. Gewöhnlich decke ich vor der Tür den Tisch; dort sitzt es sich so herrlich in der Morgenfrische, das Zwitschern der vielen tausend kleinen Vögel, das Girren der Tauben und das Locken der Perlhühner dringt an unser Ohr. Auf der Fläche sehen wir die abziehenden Lerden von Groß- und Kleinvieh
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