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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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und getroster, innerer Freude! Der Soldat sucht seinen Gott, und Gottes Liebe antwortet ihm aus der Äöhe.

Nach Gebet und Gesang nimmt der Kommandeur noch das Wort und schärft besonders den Posten die gewissenhafteste Wach­samkeit ein; sie sollten während der kurzen Stunden, die jeder auf Wache sei, nicht zuviel an die Äeimat denken, sondern an die Feinde, die vor ihnen, und an die Kameraden, die hinter ihnen seien.

Offiziere und Mannschaften sitzen zusammen. Sie sprechen von der Heimat und vom Feinde. Dann klingt das Lied des Christ­abends durch das Lager:Stille Nacht, heilige Nacht!" und hallt leise in den Gemütern nach. Es folgen Lieder, wie sie jeder Truppen­teil wählt.Sei gegrüßt in weiter Ferne, teure Äeimat, sei ge­grüßt" so singen die einen. Andere fahren mit einem kriegerischen Sturmlied fort, dessen Kehrreim wie ein Gelübde erbraust:Daß sich unsre alte Kraft erprobt, wenn der Schlachtruf uns entgegentobt; haltet aus im Sturmgebraus!" Dort sind viele Süddeutsche bei­sammen und stimmen ihr Lied vom Äohenzollernberge an:Nicht weit von Württemberg und Baden." Andere denken an den Ernst der Lage und singen:Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod" ihr Sang verhallt einsam, während der VorschlagO Tannenbaum" lebhaft vom ganzen Lager aufgenommen wird. Die Stimmung schillert zwischen entschlossenem Ernst und harmloser .Heiterkeit. Was hernach in der tiefen Stille der Äerzen vorgeht, läßt sich ahnen oder nachfühlen, aber nicht berichten. Schmidt, Aus unserem Kriegsleben in Südwestafrika.

23. Weihnachten in Südwest.

Die hcil'ge Nacht ist da.

So seltsam schön, wie ich sie niemals sah!

Es fällt kein Schnee die Lnft streicht lau und warm Wie deutscher Frühling schmeichelnd um die Farm Lnd fingert an den blankgeputzten Scheiben.

So fern, so fern liegt alles Mcnschcntrcibcn

Kein Laut wird wach, nur daß im nahen Kral Das Vieh sich regt, wie träumend noch einmal.

Nings dehnt der Busch sich unabsehbar weit In seiner ernsten, großen Einsamkeit,

Lud immer leuchtender schickt durch das Dunkel Des Südens Kreuz sein fremdartig Gefunkel.

Äelmut, Gartenlaube I9Il.