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gewaschen. Dabei sammeln sich die schwersten Bestandteile, unter ihnen die Diamanten, in der Mitte des Siebes, im „Äerzen".
Rohrbach (in Kolonie und Leimat>.
8. Ein Ritt am Meeresstrande.
.hat man die schützend vorgelagerten Inseln von Lüderitzbucht hinter sich, so brandet der offene Ozean selbst bei ruhigem Wetter mit großer Gewalt an das felsige Gestade. Eigentliche Stürme sind hier selten, kommen aber zuweilen vor. Ein solcher Nordstnrm hat im Jahre 1906 einen großen englischen Frachtdampfer auf das Felsgestade gesetzt, wo er noch festliegt, allen Bergeversuchen trotzend. Nach einem Nitte von etwa 25 Kilometern gelangt man an eine schwierige Stelle. Im Osten die turmhohe Düne, im Westen die brandende See; aus dem schmalen Flachstrande muß man hindurch. Da heißt es die Ebbe abpassen, denn zur Flutzeit ist es kaum möglich durchzudringen, da kein Platz für das Reittier bleibt. Nach einer Strecke von 5 Kilometern, die im Galopp zurückgelegt wird, gelangt man zum Kegelberg, einer weithin sichtbaren Felshöhe. Sie kann nur so umgangen werden, daß man eine Strecke weit durch die Dünen wandert (siehe Tafel 5). Dieser Teil der Dünen bietet ein Bild erhabener Großartigkeit. Sand, nichts als Sand, getürmt zu hohen Wellen. Kein lebendes Wesen zeigt sich; in erhabener Ruhe liegt die Natur da, ein Bild des Todes. Denn in den Sandstürmen und bei gänzlich mangelnden Niederschlagen kann hier nichts gedeihen. Bald geht es wieder zum Strande. Das Bild ist wieder das gleiche: links die brandende See, rechts die hohen Dünen. Nach wenigen Minuten ändert sich das Bild. Schwärzliches Gesträuch zeigt sich, eigenartige .Hügel bildend. Es ist der Brackbusch, der hier einen mühsamen Kampf gegen die unwirtliche Natur führt. Wir haben die Wasserstelle Klein-Anichab erreicht.
Dr. Range, Reisestudien in Groß-Namaland.
9. Verirrt.
Im Lazarett ließ ich mir von einem Gefreiten seine Todesfahrt in der Dünenwüste erzählen. Er berichtete mit schlichtem, wohltuendem Ernst.