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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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von Portugal befohlen hat, daß durch Iakobus Eanus, seinen Ritter, die Säule hier gesetzt werde."

Weiter südlich, am Westzipfel der breiten Felszunge, die die stille Lagune der Lüderihbncht (Angra Pequena) vor der Brandung des offenen Ozeans schützt, stand bis vor hundert Jahren ein steinerner Pfeiler mit dem Eisenkreuz, das Bartholomäus Diaz im Jahre 1487 als sein erstes Landungszeichen an der südwestafrikanischen Küste ausrichtete.

Diaz segelte von hier weiter nach Süden; Sturm und schwere See hielten ihn weit vom Lande ab, und als er nach dreizehn Tagen, die Küste suchend, den Kurs nach Osten nahm, lag vor ihm offenes Meer. Da wußte er, daß er das Südende Afrikas umsegelt hatte.

Mit dieser frohen Gewißheit, aber schweren .Herzens dem Druck der Mannschaft nachgebend, trat er die Rückreise an. Er sichtete nun auch eine.Halbinsel, landete auf ihr und nannte die Spitze dasKap der Stürme".

Seinem König aber, Johann II. von Portugal, hat die Geschichte recht gegeben, daß er dem Kap der Stürme den Namen des Kaps der Guten .Hoffnung gab: es wurde im Laufe der folgenden Jahr­hunderte der Ausgangspunkt einer langsam, aber mit unaufhaltsamer .Hoffnungsfreudigkeit vordringenden Erschließung des dunklen Erd­teils von Süden her. Von hier aus drang zuerst die Kultur auch in unser Schutzgebiet. Meyer, Das deutsche Kolonialreich, Band II.

3. Wie das Volk der Buren entstanden ist.

Bei einer holländischen Schiffahrtsgesellschaft starben auf den langen Reisen nach Indien viele Matrosen durch den Mangel an frischem Fleisch und Gemüse. Daher beschloß die Gesellschaft, am Kap der Guten Hoffnung eine Ansiedlung anzulegen, welche die Kranken aufnehmen und die vorüberfahrenden Schiffe mit frischen Borräten versehen sollte. Zur Leitung dieser Siedlung wurde ein Arzt, namens Jan van Riebeek, ausgewählt. Am 9. April 1652 betrat er den afrikanischen Boden mit einer Anzahl anderer An­gestellter der Gesellschaft, die auch holländischer Abkunft waren.

Die meisten dieser Ansiedler blieben auch im Lande, nachdem sie ihre Zeit abgedient und den Vertrag mit der Gesellschaft gelöst hatten. Sie nannten sich nunFreie Bürger", und sie sind die eigentlichen Stammväter der Buren.

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