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Deutsch-Südwestafrika : Land und Leute ; eine Heimatkunde für Deutschlands Jugend und Volk / hrsg. von Bernhard Voigt
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Ihr sollt eure Kinder lehren.

Wie die ddciinat man verehrt;

Afrikan'schc Wiegenlieder Singt für sie an eurem dderd.

Drum geloben wir dir Treue,

Neues deutsches Äeimatland;

Deutschem Nuhme, deutscher Ghrc Gilt die Arbeit uns'rer löand.

Vom Oranje zum Kuncne,

Vom Sambesi bis zum Meer:

Kcilig sei uns diese Grde,

Keilig sei uns deine Wehr'! Görke.

2. Zwei Denkmäler aus der Vorgeschichte Südwestafrikas.

Nicht von Osten, sondern von Westen aus glückte das Wagnis, Europa mit Asien zur See zu verbinden. Die Kandelseifersucht der Venezianer und Portugiesen war die Ursache. Venedigs Flotte nahm in Alerandria in Empfang, was von der Ostküste Vorderindiens in den Nordzipfel des Roten Meeres verschifft, von hier auf Kamelen nach Kairo, von da in Booten nilabwärts zur Küste verfrachtet wurde. In Portugal aber lebten mit Johanns II. Thronbesteigung die Pläne Peinrichs des Seefahrers wieder aus: den Äandel Venedigs mit der Eröffnung eines direkten Seeweges nach Ostindien lahmzulegen. Die Westküste Afrikas wurde der große Wegweiser; in seiner Richtung mußte doch am sichersten das Ende der Mauer zu finden sein, die das Westmeer vom Ostmeer trennte. So steuerten die portugiesischen Seefahrer zuversichtlich südwärts und errichteten mit Steinpfeilern und Kreuzen auf vorspringenden Küstenfelsen Denkmäler ihrer Kühnheit.

Mit zweien solcher Punkte taucht auch die Küste Deutsch-Süd- Westafrikas aus dem Dunkel der Vorgeschichte: Am Nordende der jetzt verschwundenen Sierrabai, nördlich der Swakopmündung, stellte Diogo Eao im Jahre 1485 das Kreuz auf, das dem heutigen Kap Croß (Kreuzkap) den Namen gegeben hat (siehe Tafel 1). Die Inschrift auf diesem Kreuze lautet:Seit Erschaffung der Welt sind 6684 und seit Ehristi Geburt 1484 Jahre verflossen, als der erhabene Don Ioao