Schlusswort.
j^ir sind an das Ende unserer Betrachtungen über die Baumwolle gelangt. Diese dürften in überzeugender Weise dargethan haben, eine wie ungemein wichtige Rolle unser Gegenstand im Wirtschaftsleben und im Haushalte der Völker sowie in der Entwicklung der gesamten Menschheit spielt und welche Wanderungen und Wandlungen er selbst im Laufe seiner fast dreitausendjährigen Geschichte durchgemacht hat.
Der Anbau, aller Wahrscheinlichkeit nach zuerst in Indien ausgeübt, hat sich allmählich über das ganze Erdenrund verbreitet; und nachdem er vielerwärts eine bleibende Stätte gefunden hat, beschäftigt er gegenwärtig manche Millionen fleissiger Landleute. Dabei hat sich die Pflanze selbst, die zweifellos von Anfang an in mehreren Spielarten vorhanden war, zu vielen Hunderten von Varietäten gespalten, die ihrerseits die Urformen fast bis zur Unkenntlichkeit umgestaltet haben. Von diesen Neubildungen sind es hauptsächlich drei, die die grossen Jahresmengen liefern: die amerikanische Upland, die westindische Sea Island und die ostindische krautartige Baumwolle. Sicherlich stehen die kultivierten Arten an Menge und Güte ihrer Fasern bedeutend über den Urformen, und so bestätigt sich auch hier der Satz, dass die Intelligenz und der Fleiss des Menschen die Natur zu verbessern und zu einer erhöhten Leistung zu führen vermag.
Die Verarbeitung der Faser durch Spinnen und Weben, mit voller Sicherheit in Indien entstanden, hat sich in noch grösserem Umfange als der Anbau der Pflanze über das Erdenrund ausgedehnt und sich im