Das kontinentale Europa.
T0|jfeie früher bei verschiedenen Gelegenheiten gezeigt wurde, besteht zwischen der Baumwollvormacht Grossbritannien und dem kontinentalen Europa seit längerer Zeit ein scharfer Wettstreit, dessen Erfolg sich dahin ausdrücken lässt, dass der Kontinent im Verbrauche von Rohmaterial England überholt hat, an Zahl der Spindeln und mechanischen Webstühle sich ihm mehr und mehr nähert. Vgl. Seite 637.
Einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen beiden Gebieten macht sich aber in der geographischen Verteilung der Industrie bemerkbar. Während sie in dem Inselreiche auf einen verhältnismässig engen Raum zusammengedrängt erscheint, ist sie auf dem Festlande in örtlicher Beziehung zerstreut und zersplittert, ein Umstand, der auf ihre Konkurrenzfähigkeit von grossem Einflüsse ist. Dort handelt es sich um einen Bezirk von einigen tausenden Quadratkilometern, hier um eine Fläche von ebenso viel Millionen. Dort schliesst sich Fabrik an Fabrik, hier sind die Anlagen von Lissabon bis Moskau, von Südschweden bis nach Griechenland verteilt und verzettelt.
Eine gewisse Einschränkung erfährt die angedeutete Zersplitterung nur in Mitteleuropa, wo sich allmählich ein etwas engerer räumlicher Zusammenschluss vollzogen hat. Wie die beigedruckte Karte (Fig. 217) zeigt, haben wir es hier mit mehreren Regionen zu thun, die sich nicht an staatliche Grenzen binden, sondern über diese hinweg gewissermassen
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