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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
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Indien.

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Tschota Nagpur liegt der Bezirk Kattak, der etwa 20000 Acres mit Baum­wolle bestellt; das Land ist hier gut bewässert.

Das Hauptkommissariat Assam, 127000 qkm gross mit 5V 2 Mill. Einwohnern, zieht auf zusammen 40000 Acres etwa 10000 Ballen reiner, weisser, zuweilen etwas rauher, sonst aber ausgezeichneter Baumwolle. Die Pflanzungen befinden sich meist in den vom Brahmaputra und seinen Nebenflüssen durchströmten Thälern. Das Klima ist günstig, der Regen­fall ausreichend, ln Südassam wird Baumwolle an den Abhängen der Garo- Hügel mit bestem Erfolge gezogen; der Acreertrag steigt manchmal bis 140 Pfd.

7. Der Handel mit Rohbaumwolle.

Ausfuhr von Rohbaumwolle aus Indien hat seit den ältesten Zeiten stattgefunden. Daneben geht eine beträchtliche Binnenlandsbewegung in diesem Artikel vor sich, die entweder den baumwollarmen Teilen diesen Rohstoff zuführt oder ihn nach den Versendungs­häfen befördert.

Der Binnen­handel hat natur gemäss seinen grössten Umfang in der Präsidentschaft Bombay. Diese be­zieht ansehnliche Massen, teils mit der Eisenbahn, teils mit Wagen, aus den Zen­tralprovinzen,Radsch putana, den Nordwest Provinzen und Oudh, sowie aus Haiderabad.

Die Ausfuhr wendet sich nach Madras, Berar, den Zentralprovinzen und Bengalen. Die Landschaft Sindh musste bis zum Jahre 1840 Baumwolle einführen, da der Ertrag den Bedarf nicht deckte. Später, wo sich der

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Fig. 188. Zweig von Dacca-Banmwolle. Nach Forbes Royle.