482 Fünfzehntes Kapitel. Die übrigen aussereuropäischen Länder.
Wie die beigedruckte Karte (Fig. 186) zeigt, reicht der Baumwollbau von der Südspitze Indiens bei 8° n. Br. bis zu 34° n. Br., in der Weise, dass er sich längs der Mittelachse bei 77° ö. L. Gr. durch die ganze Halbinsel erstreckt, im Norden aber wie im Nordosten nur vereinzelt auftritt. Die Anbauflächen der einzelnen am Baumwollbau beteiligten Gebiete zeigten nach dem „Statement of moral and material progress of British India“ in den letzten Jahren das folgende Bild, wobei die Zahl der Acres auf Tausende abgekürzt ist.
1892/93—1896/97
1899/1900
1900/1901
Bombay und Sindh.
. 5450
3187
3881
Berar.
. 2187
1984
2522
Haiderabad (Nizams).
. 1413
1932
2544
Madras.
. 1704
1583
1608
Nordwestprovinzen und Oudh . .
. 1356
1213
1265
Pandschab .
. 1068
988
1216
Zentralprovinzen.
647
713
1008
Zentralindien.
339
480
526
Radschputana .
568
325
369
Bengalen .
4
161
154
Mysore.
■ ?
40
55
Ajmere und Meywara.
35
38
Assam.
35
38
3. Die indischen Handelssorten.
Seit langer Zeit unterscheidet man zwölf indische Handelssorten, die im folgenden nach der Art, der durchschnittlichen Menge, den Flächen und Örtlichkeiten ihrer Produktion kurz charakterisiert werden.
A. Dhollerah, genannt nach dem Ausfuhrhafen Dhollerah am Golf von Cambay, wird hauptsächlich in den einheimischen Staaten von Kathiawar gewonnen und umfasst das Erzeugnis zwei einjähriger („lalia“ und „vagadia“) und zwei mehrjähriger Sorten („jeria“ und „rogi“). Man gewinnt durchschnittlich 1600000 engl. Zentner (Cwt.) auf 2,547 Tausend Acres, davon 1,760 in Kathiawar, 360 in Achmedabad, 168 in Baroda und 70 in Palanpur. Dhollerah wird in Europa auch unter den Bezeichnungen Bhownagger, Mowa, Wadwhair, Veerumgaum und Veraval Cutch verkauft. Die Bearbeitung des Landes geschieht hier im Mai und Juni, die Aussaat im Juni, die Ernte im Februar bis April oder März bis Mai.