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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
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Dreizehntes Kapitel. Die Vereinigten Staaten.

2. Ernte, Entsamung und Verpackung.

Zur Ergänzung des auf S. 71 ff. im allgemeinen Teil Gesagten folgen hier einige nähere Bemerkungen über die Ernte, die Entsamung und die Verpackung der Baumwolle in den Vereinigten Staaten.

Die Ernte beginnt, wenn so viele Kapseln aufspringen, dass ein Arbeiter täglich 25 kg Baumwolle sammeln kann. Dies muss bei trockenem Wetter geschehen und stets so eingerichtet werden, dass die Fasern mög­lichst bald nach dem Aufspringen der Kapseln abgepflückt werden. Der Beginn der Ernte ist nicht nur in den einzelnen Staaten des Cottonbeltes, sondern auch in den einzelnen Grafschaften und Feldern verschieden, was teils durch die Zeit der Aussaat und die Wachstumdauer der einzelnen Varietäten, die man anbaut, teils durch den Umstand bedingt wird, dass an keiner Staude alle Kapseln auf einmal aufspringen. Trotzdem giebt es in den einzelnen Staaten einen gewissen durchschnittlichen Anfang der Ernte, wie die nachstehende Tabelle zeigt.

Mittlerer Anfang Mittleres Ende der Ernte

Nordcarolina. September 1 Dezember 10

Südcarolina.Aug. 15 bis Sept. 1 Dezember 1

Georgia . August 15 bis 20 Dezember 1

Florida. August 10 Dezember 1

Alabama. August 10 bis 20 Dezember 15

Mississippi. August 10 bis 20 Dezember 15

Louisiana. August 1 bis 15 Dezember 15

Texas .. August 1 Dezember 20

Arkansas. August 15 bis 20 Januar 15

Tennessee.September 1 bis 10 Januar 15

In den Teilen von Texas, welche nördlich von 30,5° n. Br. liegen, sind die entsprechenden Daten etwa vier Wochen später gelegen, also ähnlich wie in Arkansas.

Die eben gemachten Angaben gelten für die sogenannte Upland- Baumwolle. Für die Sea Island sind die Daten, wie auf S. 420 mitgeteilt wurde, etwas anders.

Nachdem die Baumwolle eingesammelt ist, wird sie in Kastenwagen geschüttet und in diesen, wie Fig. 153 zeigt, nach den Entsamungs- anstalten (Ginneries) befördert, gelegentlich wohl auch durch ambulante Egreniermaschinen auf den Feldern selbst entsamt. Früher dagegen pflegte