Vorwort.
as Unternehmen, einen Einzelgegenstand der Weltwirtschaft von der Bedeutung der Baumwolle nach allen Seiten hin zu erforschen und darzustellen, bildet eine sehr anziehende, aber auch eine recht schwierige und anspruchsvolle Aufgabe. Denn dabei sind nicht nur die zahlreichen, damit vorgenommenen Thätigkeiten und die mannigfaltigen, damit in Verbindung stehenden Verhältnisse richtig zu erkennen und bis in ihre letzten Einzelheiten zu verfolgen, sondern es muss auch die Stellung des betreffenden Gegenstandes im Wirtschaftsleben der einzelnen Länder wie der ganzen Erde in zutreffender Weise beurteilt werden.
Dieser Schwierigkeiten war ich mir wohl bewusst, als mir die Bremer Baumwollbörse den ehrenvollen Auftrag erteilte, ein umfassendes Werk über die Baumwolle zu verfassen und bei Eröffnung ihres Monumentalbaues herauszugeben. Aber es kam mir zu statten, dass ich auf meiner wirtschaftsgeographischen Reise durch die Vereinigten Staaten im Jahre 1898 der Baumwolle ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet und namentlich den auf die Förderung des Anbaues gerichteten wissenschaftlichen Bestrebungen eingehende Beachtung geschenkt hatte. Seit meiner Rückkehr aus Amerika Hess ich es mir angelegen sein, die gesamte Litteratur über die Baumwolle durchzuarbeiten, wobei ich hauptsächlich die Kommerzbibliothek in Hamburg, die Bibliothek des britischen Museums und des Department of agriculture in Washington zu Rate zog, aber auch von privater Seite zu meiner lebhaften Dankverpflichtung mancherlei Förderung erfuhr.
Um das gewaltige Material übersichtlich zu gruppieren, unterschied ich einen allgemeinen und einen länderkundlichen Teil. In dem allgemeinen ist der gesamte Stoff nach Massgabe des Titels von entwicklungsgeschichtlichen und vergleichenden Gesichtspunkten aus betrachtet. Die Einzelheiten, soweit sie in dem Werke, dem von vornherein bestimmte