Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
Entstehung
Seite
313
Einzelbild herunterladen
 

313

(b. C. und VI. c. 27). Abgesehen von einigen andern alten Familien, wie Tuitele und Fa'ivae in Leone, sind die meisten Leute eingewandert und zwar zumeist von Upolu. Dies beweisen die zahl­reichen Upolu-Namen, die man in der Fa'alupega lindet, z. B. Tuiaana, Lealaisalanoa, Sagapolutele, Tupuola, Tago etc., vornehmlicli aber die zahlreich verbreiteten Falealili-Namen Fuimaono, Fonoti, Talo, Ofoia, Satele, Fanene etc. etc., worüber besonders Vailoa einzusehen ist. Vielfacli dürften zwar diese Namen Geschenke der Upolu-Hiiuptlinge an ihre Tutuila-Kampfgenossen oder Verwandte gewesen sein, da ja Tutuila dem Atua-Distrikt Heeresfolge zu leisten hatte; eine starke Einwanderung und Bevölkerung von Upolu her ist aber in keinem Falle von der Hand zu weisen, was aus der ganzen Organisation hervorgeht, die vollständig nach dein Upolu-Muster zugeschnitten ist, während das weiter östlich gelegene Manu'a, als einzige Ausnahme, eine eigene Organisation besitzt. In der Tliat hat der Tuimanu'a auch nie grossen Einfluss auf Tutuila besessen. Aus diesen Gründen, und um nicht zu viel Ballast zu bringen, habe ich hier von einer genaueren Ausführung der Stammbäume abgesehen und nur die Le'iato- und Mauga-Linie kurz skizziert. Betreffs des wichtigsten, desjenigen von Tavai in Pagopago (li. C.), war es mir leider nicht möglich, genauere Daten zu erhalten, da ich mich stets nur kurz in Tutuila aufzuhalten in der Lage war.

Verwiesen sei hier auf die Tier- und Pflanzenmärchen von Tutuila am Ende des Abschnittes c., welche bei Bastian No. 2 nach den Veröffentlichungen der Missionare teilweise zu finden sind. Ich teile aber nicht die Ansicht Basti ans und der Missionare, dass sicli die Kämpfe auf Menschen versinnbildlichend beziehen; icli halte sie für freie Erfindungen. Erwähnt sei auch noch ein übler Schimpfname, der den Tutuila-Leuten gegeben wird, 'ailaso nämlich (laso das elefantiastische Scrotum), die Lasoesser.

a. Fa'alupega von Tutuila.

Die kleine Insel Tutuila wird politisch in neun Bezirke geteilt, von denen nur Sua und Vai- fanua zusammen, ebenso wie Foto und Itulagi, von Bedeutung sind, die denn auch thatsächlich die Regierungsgewalt in Händen haben, wie weiter unten zu ersehen. Die übrigen Distrikte sind sehr klein; Fagaloa z. B. ist kaum grösser als Fagaloa auf Upolu und noch schlimmer steht es mit den andern. Nicht allein die einzelnen Dörfer und Dorfschaften liegen hier durcheinander, sondern auch die Distrikte, so dass eine Aufzählung für sich erwünscht sein wird, nach welcher man mittels der Karte sich gut wird ein Bild machen können.

Fagaitua, Lauli'i, Masefau, Afono, Masausi 1 . Aoa, Sa'ilele, Vatia, Tula, Ogenoa, Alao, Utumea. Aunu'u, Amouli, Alofau.

Pagopago, Aua, Leloaloa, Fauatogo, Fagaalu. Nu'uuli, Faganeauea, Matu'u.

Fagasä, Fagatele, Fagale'a.

Leone und rSamatua: Nua, Se'etaga, Fa'ilolo, Ama-

nave, Sili, Afao.

I Tapua'ina: Poloa, Fagalii, Fagamalo Tualatai, Vailoa, Tuautu, Taputimu, Malaeloa,

Salaga: Fagalua, To'agama'a, Fagatele. Tualauta, lliili, Vaitogi, Paväia'i, Faleniu, Fafuga, Soleauau.

Aoloau.

Asu, Fagafue.

Ein Zusammengehen zweier Distrikte ist, wie man sieht, hier dreimal vorhanden; es ist dies ja auch in Aana der Fall (Fasito'outa-Fasito'otai etc.) und von Tuamasaga, wo Faleata und Safata als itu'au und alataua, wie liier Nu'uuli und Fagasä verbunden sind, kennen wir es ebenso, ohne dass es aber dort zu einer solchen scheinbaren Selbständigkeit käme wie hier. An Grösse, kommt ganz Tutuila kaum Aana gleich. So kann man das ganze Tutuila am passendsten als einen Distrikt mit

1 Die nicht gesperrten Dörfer sind als Sprengel zu erachten. A. Krämer, Die Samoa-Inseln.

A. u. B. Sua ma Vaifanua A. Sua

B. Vaifanua

C. Saole

D. Fagaloa

E. u. F. Itu'au ma Nofoa

C. Saole I). Fagaloa

E. Itu'au

F. Nofoa

G. u. H. Fofü ma Itulagi G. Fofo

H. Itulagi

T. '0 le itu o Leasina I.

| Leasina I Satoa

40