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Die Salomonsinseln.
Dieser Archipel hat einen Flächeninhalt van 43 900 gkm (798 m Meilen) mit etwa 350 000 Einwohnern. In zwei Reihen ziehen diese Inseln — 7 große und viele kleine — von Neu-Mecklenburg nach Südosten. In der nördlichen Reihe liegen Bougain- ville, Ch'.oiseul, Jsa- bella und Malaita; in der südlichen Neugeor- gien, Guadalkanar und Sän Christoval. Unter deutschem Schutze stehen Bougainvitle, Choisenl,
Jsabella, Samt - George,
Shortland, Ramos, Mar- queen, Tasman, Gowcr,
Carteret und Ongtong Java, zusammen 22 200 gchm (403 tzst Meilen)*) mit 80 000 Einwohnern; jede der drei größeren Inseln ist etwa 20 bis 30 Meilen lang und 5 bis 10 Meilen breit. Die meisten Inseln sind schmal und lang und haben klippige Küsten, die mit Riffen umgeben sind, welche die Schiffahrt in diesen Gewässern außerordentlich erschweren.
Die Bewohner gehören zu den Melanesiern, sind intelligent, aber wild, kriegerisch und dem Kannibalismus ergeben. Sie treiben Ackerbau und Fischfang und zeichnen sich unter den Melanesiern durch ihre besonders fein und sauber gearbeiteten Waffen aus. Da die ersten Besucher dieser Inseln vielfach in Streitigkeiten mit den Eingeborenen gerieten, wobei es wohl nicht ohne Schuld der Weißen selten ohne Blutvergießen abging, sind schließlich die Bewohner der Salomons-Jnseln in den gewiß nicht gerechtfertigten Ruf gekommen, die wildesten, rohesten lind grausamsten unter den Melanesiern zu sein. Daher sind diese
') Also größer als die Provinz Westfalen (20000 gkm).