daß viele afrikanische Völkerschaften, die doch gewiß sehr viel Gelegenheit zur Jagd auf die größten und gefährlichsten Tiere haben und sie auch benutzen, um ihre Mvrdlust und ihr Verlangen nach Fleischspeise zu befriedigen, dennoch dem Kannibalismus ergeben sind. W. Powell glaubt annehmen zu dürfen, daß die Ursache des Kannibalismus unter den Bewohnern dieser Inseln in einer großen Dürre und Hungersnot, welche vorzeiten auf diesen Inseln geherrscht, zu suchen sei; um das Leben zu retten, habe man Menschensleisch gegessen. In der Anfertigung der Waffen und Geräte, die in der Form große Mannigfaltigkeit zeigen, entwickeln die Polynesier große Geschicklichkeit. Sie haben in dieser Beziehung das möglichste geleistet, wenn man bedenkt, daß ihre Werkzeuge nur aus Knochen, Muscheln und Steinäxten bestanden; denn auf den Koralleniuseln und auch aus vielen vulkanisch entstandenen Inseln sind Erze nicht vorhanden; Holz, Thon, Steine und Muscheln waren also auch die einzigen Stoffe zur Herstellung der Waffen und Geräte. Nachdem sie durch die Europäer das Eisen kennen gelernt hatten, wußten sie dessen Wert gar bald zu schätzen. Anfangs trugen sie Eisenstückchen als Schmuck, bald aber setzten sie in ihre Beile Stücke von eisernen Faßreifen an Stelle der Tridaeua-Muschelschalen, und heute haben sie in der Bearbeitung des Eisens schon eine ziemliche Fertigkeit erlangt.
Die Hauptmassen der Polynesier sind Speere, Beile, Keulen und hölzerne Dolche und Schwerter; die Mikronesier verstehen auch mit großem Geschick die Schleuder zu gebrauchen. Die Speere sind aus dem Holze der Kokospalme oder aus hartem Kasuarinenholze gearbeitet. Die Spitze ist häufig mit Widerhaken versehen und besteht entweder aus dem durch Brand erhärteten Holze des Speeres oder aus Haifischzähnen, dem Schwanzstachel des Rochens und Knochensplittern.
Ire Melanesier.
Die Melanesier, deren Zahl ungefähr 1^/2 Millionen beträgt, bewohnen die Inseln, welche man mit dem Namen Melanesien bezeichnet, doch kommen sowohl Melanesier in Polynesien vor, wie sich umgekehrt auch polynesische Elemente auf den melanesischen Inseln vorfinden. Die Küstenbevölkernng von Neuguinea z. B. ist eine sehr gemischte. In Beziehung auf die Hautfarbe und Körperbeschaffenheit herrscht unter den Melanesiern große Verschiedenheit. Hier und da gleichen sie in der Hautfarbe den Polynesiern, auf andern Inseln den Bewohnern