Druckschrift 
Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
Entstehung
Seite
405
Einzelbild herunterladen
 

Gütenvagen.

405

die beiden Endplattformen D,D. Der Wagen ist mit elektrischen Lampen und Fächern versehen. Reisende Damen werden in den Ab­teilen A untergebracht. Die Abteile A sind durch Schiebetüren, die Aborte B durch schmale Drehtüren abgeschlossen.

Beleuchtung. Auf unseren Schutzgebietsbahnen werden die Per­sonenwagen, soweit erforderlich, vorwiegend mit Öllampen beleuchtet. Neuerdings hat man versuchsweise auf der Usambara- und Tanganjika­bahn und der Südbahn in Deutsch-Südwest Azetylenbeleuchtung mit offener Flamme nach Bauart Piutti eingeführt, die sich bei großer Betriebssicherheit durch einfache Flandhabung und billige Unterhal­tung auszeichnen soll (vgl. Mitteilungen des Vereins Deutscher Straßen- und Kleinbahn-Verwaltungen, Vortrag des Generaldirektors Dräger vom 22. September 1911).

S?«

mw»

Abb. 145. Ugandabahn. Hochbordwagen von 20 t Tragfähigkeit.

Güterwagen.

Die offenen und bedeckten Güterwagen sind gebaut für Lade­gewicht von 5, 7, 10, 12 und 15 Tonnen; die vierachsige Bauart ist vorwiegend bei der Otavibahn, aber auch bei der Tanganjikabahn an­zutreffen. Bei Neubeschaffungen macht sich naturgemäß schon das Bestreben geltend, die Ladegewichte zu steigern, um die Verfrachtungen wirtschaftlicher zu gestalten.

Noch weiter ist man in der Steigerung der Tragfähigkeit auf eng­lischen Kolonialbahnen gegangen; so finden wir bei den nigerischen Bahnen, deren Güterwagen übrigens sämtlich vierachsig sind, bedeckte Wagen völlig aus Eisen von 17,5 1 Tragfähigkeit mit Blechwänden und besonderer Lüftungseinrichtung; bei der Ugandabahn zahlreiche flach- und hochbordige vierachsige Güterwagen von 20 t Tragfähigkeit (Abb. 145), und in der südafrikanischen Union hochbordige Stahl-