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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
Entstehung
Seite
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Signale.

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§ 21.6. Über die Anwendung von Vorsignalen bat gemäß KBO. §21.9 die Landesaufsichtsbehörde zu entscheiden. Betreffs der Stel­lung der Signale ist KBO. §21,10 maßgebend; danach sind wie in der Heimat Hauptsignale womöglich auf der rechten Seite oder über der Mitte, Vorsignale dagegen stets auf der rechten Seite der zu­gehörigen Gleise aufzustcllen; die Signale benachbarter Gleise sind so aufzustellen, daß sie von den Zügen aus nicht miteinander ver­wechselt werden können.

Sicherungsanlagen: Sie beschränken sich bei unseren Schutz­gebietsbahnen zurzeit auf kleine Stellwerke zur Bedienung von Signalen (vgl. Abb. 118, Plan der Station Kuibis, mit den fern bedienten Abschluß­signalen, zur Verriegelung von Einfahrweichen u. dgl.).

Telegraphen- und Fernsprech-Einrichtungen und Ge­stänge. KBO. §19.1 schreibt vor, daß für Strecken, die mit mehr als 40 km/Std. Geschwindigkeit befahren werden, die Zugfolgestellen durch Telegraph, für die übrigen durch Telegraph oder Fernsprecher zu verbinden sind: die Aufsichtsbehörde kann Ausnahmen zulassen. Dem­entsprechend sind die Bahnen in der Regel mit doppeldrahtiger elektro­magnetischer Leitung, die Stationen mit Fernsprecher und mit Morse­schreibapparat ausgerüstet. Auf der Tanganjikabahn z. B. dient ein 3 inm starker Bronzedraht für die Fernsprcchlcitung, ein 4 mm starker verzinkter Eisendraht für die telegraphische Fernleitung und den Zug­meldedienst. Die Strecke LomeAtakpame in Togo ist mit einer doppeldrahtigen Leitung aus 3 mm starkem Silizium-Bronzedraht aus­gerüstet, der auf eisernen Stützen befestigt ist; alle Stationen sind mit Fernsprecher, die größeren mit Morseschreibapparaten versehen.

Die in der Heimat üblichen Holzgestänge für die Drahtleitungen haben sich in den Schutzgebieten infolge des Termitenfraßes nicht be­währt; es werden meist Gestänge aus Siemens-Martin-Stahlrohr oder aus Mannesmannrohr verwendet, z. B. in Ostafrika von 7 m Länge, oben mit 55 mm, unten mit 70 mm äußeren Durchmesser; da, wo in der Nähe der Bahn Giraffen Vorkommen, wird die Länge auf 9,5 m gesteigert und der äußere Durchmesser oben auf 60 mm, unten 80mm erweitert; die größere Höhe für die Drahtleitungen ist hier erforderlich, damit die Giraffen ungehindert über die Bahn wechseln können, ohne die Leitungen zu beschädigen. Die Porzellanisolatoren werden auf eisernen Bügeln befestigt, die mittels Schrauben an dem Gestängerohr festgcklemmt werden. Die Stangen werden meist durch­laufend numeriert und wie in der Heimat mit einem Metallpfeil ver­sehen, der nach der nächstgelegcncn Fernsprechstclle zeigt. Der Bau der Drahtleitungen schreitet meist mit der Bauspitze in gleichem Schritte fort.

Abteilungszeichen. Nach KBO. §17,1 sind diese in Abschnitten von 500 m aufzustellen und Neigungszeiger nach § 17.2 an den Enden der Strecken erforderlich, wo die Verbindungslinie zweier 500 m von­einander entfernter Punkte der Bahn stärker als 10 v. T. T : 100' geneigt ist; da z. B. auf dem mittleren Teil der Tanganjikabahn Steigungen von mehr als 1: 100 nicht Vorkommen, so fehlen daselbst alle Neigungs-