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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
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Bau der Kolonialbahnen.

zwischen den Stationen Lumbwa, Fort Ternan und Mulioroni zahlreiche Stahlviadukte, im ganzen 37, in der Form amerikanischer Gerüst­brücken (trestle works) ausgeführt, mit Spannungen abwechselnd von 12 und 6 m, und in Höhen von 11,58 bis 33,83 m über der Talsohle. Ihre Längen schwanken zwischen 35,66 und 268,5 m. Ihr Gewicht beläuft sich im ganzen auf 6940 t. Diese Überbauten wurden von der American Bridge-Company zu 367,2 ^ die Tonne geliefert; die Gesamt­kosten einschließlich der Aufstellung betrugen 2754000 >M.

Die nigerische Stammbahn LagosKano überschreitet die beiden Arme des Niger auf zwei bemerkenswerten Brückenbauten bei Jebba (S.168) und kreuzt in ihrem Zuge den Kaduna(S.170) zweimal auf kleineren

Brücken. Auch die Brücke der Ostnigerischen Bahn über den Benue bei Abinsi wird ein bemerkenswertes Bauwerk werden.

Der englisch-portugiesische Bahnbau Port HeraldBeira wird vor­aussichtlich einen umfangreichen und kostspieligen Brückenbau zur Überschreitung des Sambesi östlich von Sena erfordern (S. 265).

Durchlässe. Bei der Anordnung der Durchlässe ist die sorgfältige Auswahl der Baustelle und die ausreichende Bemessung der Licht­weile von besonderer Wichtigkeit, da im Anfänge beim Bau genauere Erfahrungen über die in der Regenzeit zu erwartenden, oft heftigen Niederschläge meist fehlen. Die Trockenzeit täuscht vollständig über das in dieser Hinsicht eintretende Bedürfnis hinweg, das sich z. B. in Kamerun ungewöhnlich hoch erweist. Auch Deutsch-Südwest- und -Ostafrika zeigen oft langdauernde Trockenzeit, der bisweilen eine heftig einsetzende Regenzeit folgt. Hier sind also die Gegensätze viel größer

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Abb. 106. Gerüstbrücke bei Fort Ternan.