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Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
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Bau der Kolonialbahnen.

hinderlich sein würde, empfiehlt es sich, auf der Mitte des Dannn- körpers von vornherein eine 2 bis 3 m breite, 15 bis 20 cm starke bermenartige Erhöhung herzustellen; nach dem Setzen des Dammes verschwindet diese mehr oder weniger und erleichtert es wesentlich, die Entwässerung der Dammkrone in der planmäßigen Form herzustellen.

Für die Höhenlage der Bahnkrone setzt die KBO. im § 8, 2 für Meter-, Kap- und Feldspur fest, daß die Schienenunterkante, von ein­gedeichten Strecken abgesehen, mindestens 0,40 m über den höchsten Wasserstand zu legen ist.

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Abb. 84. Bahnkörper der Bahn MatadiLeopoldville.

Ausführung der Erdarbeiten.

Bei den Erdarbeiten kolonialer Bahnbauten sind im allgemeinen eingeborene Arbeitskräfte zu verwenden. Die Versuche, chinesische Kulis, Inder, Transkaikaffem u. dgl. von auswärts zu diesem Zwecke einzuführen, wie es in großem Umfange bei der Ugandabahn, später auch bei unserem Bahnbau in Südwest geschah, haben sich im ganzen nicht sehr bewährt und als recht kostspielig erwiesen. Wenn irgend möglich, sollte man versuchen mit den eingeborenen Arbeitskräften auszukommen. Da die Arbeitslöhne der Schwarzen in den Schutz­gebieten niedrig sind, so müßten die Erdarbeiten billig werden, wenn nicht der niedrige Lohn mehr als ausgeglichen würde durch die be-