Teil eines Werkes 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Entstehung
Seite
265
Einzelbild herunterladen
 

Beschälte Weici ithiere.

265

Die Gattung Plecotrema, kleine kugelförmige oder eiförmige, spiral­gefurchte, hellbraune Schnecken mit starken Zähnen am Aussenrand und am Columellarrand, dürfte auch noch an der Küste von Deutsch-Ostafrika zu finden sein, da sie sowohl am Rothen Meer in mehreren Arten, als auch auf Mauritius und sonst am Indischen Ocean vorkommt.

Taenioglossen s. Seite 151.

Potamides Defr.

Schale gethiirmt, braun oder bräunlich-violett, mit mehr oder weniger aus­gebildeter Skulptur, nicht glänzend; Mündung rundlich, meist mit flach aus­gebreitetem Rand und immer mit ausgesprochenem Einschnitt im unteren Theil. Deckel rund, dünn, braun, aus vielen Spiralwindungen bestehend. Wesentlich in den Mangledickichten zu Hause, die grösseren, schwereren im Grunde, die kleineren, leichteren auch an den Zweigen mittelst Schleimfäden angehängt (Adams und Reeve, Zool. Voy. Samarang, p. 44, pl. 13, Fig. 3).

A) Pyrazus Montf.

Vertiefte Spirallinien und oberflächliche Längsfalten; Naht vor der Mündung merklich aufsteigend. Färbung der äusseren Weichtheile einfarbig schwärzlich.

Potamides palustris (L.)

Strombus palustris, Rumph, Amboinische Raritätenkammer, deutsch, S. 71, Taf. 30, Fig. Q. Linne, Syst. Nat. ed. XII, p. 1213, Chemnitz, Conch.- Cabinet IV, Fig. 1472.

Cerithium palustre, Bruguiere, Encycl. Meth. Vers I, p. 467. Lamarck, Hist, nat. d. an. s. vert. ed. 2 IX, p. 284. Quoy et Gaimard, Voy., Astrolabe, Moll. III, p. 121, pl. 55, Fig. 1416, lebendes Thier und Deckel. Kiener, Iconogr. Cerith., pl. 1, ebenfalls lebendes Thier.

Pyraz.us palustris, Adams, Gen. Moll., p. 291, pl. 30, Fig. 8. Reeve, Conch. Icon. XV, Fig. 1.

Aussenrand oben eingebuchtet, unten vom Columellarrand getrennt. Die grösste Art dieser Gattung 46107 mm lang, 3446 breit, Mündung 28 bis 37 mm.

Aus Ostafrika durch von der Decken mitgebracht, ohne nähere Fundorts­angabe. Insel Sansibar, an einer Bachmündung bei Kokotoni im Mangle-Gebiet, Stuhlmann, Sept. 1889. Bagamoyo, von Stabsarzt Steudel gefunden.

Vom Rothen Meer und Mossambique über die ostafrikanischen Inseln und den malayischen Archipel bis Neu-Guinea und Nordaustralien verbreitet.

B) Cerithidea Sw.

Oberste Windungen während des Lebens regelmässig abgestossen und die Bruchstelle vernarbt. Etwas gebogene Vertikalfalten auf den Windungen. Aeussere Weichtheile, namentlich die Schnauze oft lebhaft gefärbt. Der dünnere obere Theil der Fühler oberhalb der Augen über Wasser zurückgeschlagen und dicht an den unteren angelegt, so dass es auf den ersten Anblick scheint, als ob dieser Theil ganz fehle und die Augen endständig wären (Aphanistylus P. Fischer).