Teil eines Werkes 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Entstehung
Seite
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Submarine oder Braekwassser- Sehneeken.

Eine Anzahl von Mollusken lebt mehr oder weniger ausschliesslich auf dem Gebiete, das zwischen Land, Süsswasser und Meer gewissermaassen strittig ist, dem Schlammgrund an den Mündungen der Flüsse, namentlich wo solcher von den sogenannten Mangle- oder Mangrove-Büschen (Gattungen Rhizophora, Sonneratia, Avicennia u. a.) besetzt ist und je nach Fluth und Ebbe oder auch nach der Jahreszeit das Wasser mehr oder weniger salzig ist; viele der dort lebenden Mollusken sind während der Fluth unter Wasser, während der Ebbe über Wasser. Andere leben an Steinen oder Felsen, ebenfalls bei Fluth unter, bei Ebbe über Wasser, zuweilen auch noch etwas über der gewöhnlichen Fluth- grenze. Alle diese gehören eigentlich schon zu den Meeres-Conchylien, da sie nie weit vom Meere entfernt Vorkommen und sich theilweise nicht scharf gegen die eigentlichen Meeresbewohner abgrenzen lassen; sie mögen aber doch noch hier anhangsweise behandelt werden, da sie bei Exkursionen im Küsten­gebiet leicht zu finden sind und eben durch ihr Vorkommen ein gewisses Interesse haben.

Aurieuliden.

Luftathmende Schnecken ohne Deckel; nur 2 Fühler, Augen hinter der Basis derselben. Dickschalig, mit mindestens einer Falte am Columellarrand.

Melampus Montf.

Schale verkehrt konisch (wie die Gattung Conus), Gewinde kurz, mit scharf vorragender Spitze, aus vielen Windungen bestehend, die letzte Windung den grössten Theil der Schale ausmachend, länglich und nach unten enger werdend. Mündung lang und schmal; Aussenrand gerade, an seiner Innenseite mit horizontalen kurzen Falten oder Zähnchen besetzt, Columellarrand mit einer oder mehreren stärkeren Falten. Fusssohle öfters am hinteren Ende zweispitzig.

Die einzelnen Arten leben theils auf Schlammgrund an der Mündung von Flüssen oder Bächen, theils auf Felsengrund zwischen Fluth- und Ebbe-Grenze.