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Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
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Bivalven (Muscheln).

Aetheriiden.

Aetheria Lm.

Die eine Schale an feste Gegenstände (Steine oder andere Muscheln) an­gewachsen, daher die zwei Schalen unter- sich ungleich geformt, die freie meist stärker gewölbt, und auch die Individuen unter sich sehr ungleich, da sie sich im Wachsen nach ihrer Umgebung richten müssen. Aussenseite mit brauner Schalenhaut, Innenseite matt perlmutterartig; vorderer Muskeleindruck langgezogen, bandförmig, hinterer breiter und kürzer. Wirbel der freien Schale mehr oder weniger über den der angehefteten Schale übergebogen, derjenige der letzteren dem entsprechend schief zurückgelehnt. Ligament breit und kräftig, von den Wirbeln schief nach unten und hinten laufend und an beiden Schalen eine Rinne zwischen dem Wirbel und dem oberen Rand der Innenfläche bildend, nach vorn davon eine mehr oder weniger ausgeprägte dreieckige Zwischenwirbelfläche mit auslaufenden Wachsthumsschichten, an beiden Schalen sich wenigstens theil- weise gegenseitig berührend.

Fuss gut ausgebildet, Mantelränder hinten zwischen Anal- und Branchial- öffnung verbunden, von letzterer nach unten zu aber frei wie bei Unio und Anodonta. Anatomie von Rang und Cailliaud in Memoires du Museum dHist. Nat. (3) III, p. 128, pl. 6.

Von Reisenden öfters als Süsswasser-Austern betrachtet, aber durch Vor­handensein zweier Schliessmuskeleindrücke und den (schwachen) Perlmutterglanz der Innenseite von richtigen Austern leicht zu unterscheiden.

Lamarck schrieb Etheria, aber sagt bei Aufstellung der Gattung in den Annales du Mus. X, 1807, p. 400: »jai donne ä ce genre le nom detherie, 110m dune des Oceanides«; nun giebt es aber in der griechischen Mythologie keine Etheria, sondern nur eine Aetheria, wahrscheinlich von Aether abzuleiten, und Plinius, lib. VI, cap. 30, nennt Aetheria als älteren (mythologischen ?) Namen für Aethiopien.

Aetheria elliptica Lm.

(Vgl. die Tafel der Moosthiere, Fig. i.)

Etheria elliptica, trigonula, semilunata und transversa, Lamarck in Annales du Museum dHist. Nat. X, 1807, p. 401408, pl. 2932 und Hist. Nat. d. an. s. vert. ed. 1, VI, 1; ed. 2, VI, p. 594, 595 (unsicheren Fundorts).

Etherie, Cailliaud, Voyage ä Meroe et au P'leuvc Plane H, 1826, p. 222, und IV, p. 261, Atlas pl. 61, Fig. 13.