Beschälte Wf.icmtiiiekk.
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Geostilbia stuhlmanni n.
(Taf. V, Fig. 33.)
Undurchbohrt, langgezogen, fein und regelmässig gestreift, durchscheinend, gelblich-glasartig; 5 Windungen, die erste kugelig, glatt, die folgenden rasch zunehmend, ziemlich flach, mit tiefer, etwas stufenförmiger Naht, diese zwischen vorletzter und letzter Windung mehr schief. Mündung ziemlich schief stehend, Aussenrand annähernd geradlinig, dünn, einfach, Unterrand breit abgerundet, Columellarrand dick, weiss, unten schief abgestutzt, oben in einer Auflagerung auf die Mündungswand sich fortsetzend, 9 mm lang, 3 2 / 3 im Durchmesser, Mündung 4 lang, 2 breit.
Runssoro im Bambuswald, in einer Höhe von 2600 m, Stuhlmann, 9. Juni 1891.
Nur mit einigen Zweifeln setze ich diese Art in die Gattung Geostilbia, da sie doch nicht so schlank und nadelförmig erscheint, wie die typische Art G. caledonica.
Clausilia.
Diese Gattung, äusserlich durch die gethürmte, nach oben cylindrisch werdende Form, die linksseitige Spiraldrehung, entgegengesetzt derjenigen der meisten anderen Schnecken, und die tief in die Mündung-sich hineinziehenden Falten am Columellarrand leicht kenntlich, war bis jetzt aus dem tropischen Afrika noch nicht bekannt; ihre nächsten Fundorte in Abyssinien: Enjelal auf der Hochebene Rora Asgedes im Habab-Land für CI. dystherata nach Jickeli, und Lat siidl. von Ashangi für CI. sennaariensis nach Blanford. Nun giebt aber Bourguignat schon 1885 an, dass V. Giraud eine Clausilie in den Vertiefungen der Felsen bei Pambete, am südlichen Ende des Tanganyika, gefunden habe, und bildet dieselbe in den Moll, de l’Afr. equat. 1889, p. 117, pl. 5, Fig. 8, 9, als CI. giraudi ab; dieselbe ist 19 mm lang, 5 breit, Mündung 5 mm, und zeigt ausser den 2 für die Gattung charakteristischen Columellarfalten Clausilia oder Lamellen noch sehr ausgesprochen eine hinter der unteren giraudi Bgt. hervortretende Subcolumellarfalte; die Oberfläche ist glatt. Die- ( nach Bourguignat). selbe zeigt keine nähere Verwandtschaft mit den 2 genannten abyssinischen Arten, nach der Abbildung lässt sich aber auch nicht wohl die Zugehörigkeit zu Clausilia bezweifeln. Immerhin wäre es wiinschenswerth, durch Nachw'eis des eigenthümlichen Schliessplättchens im Innern der Mündung dieselbe noch sicherer zu begründen und ihre nähere Verwandtschaft innerhalb der Gattung festzustellen. Es dürften demnach auch noch am Runssoro und Kilima-Ndjar'o Clausilien zu erwarten sein, aber jedenfalls spielen sie im tropischen Afrika noch eine geringere Rolle als im tropischen Asien.
e) Elasmognathen.
Kiefer nach hinten und oben in eine quadratische Anhangsplatte fortgesetzt. Radula wie bei den Aulacognathen. Fühler etwas abgeplattet. Eier mit w'eicher, bernsteingelber Hülle. Meist nahe am Wasser lebend.
Suceinea Drap.
Schale länglich, mit wenigen (3—4), rasch zunehmenden Windungen und grosser, über die Hälfte der ganzen Länge einnehmender, dünnrandiger Mündung, einfarbig; Columellarrand dünn und scharf ins Innere der Mündung sich hinein-
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