Teil eines Werkes 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Entstehung
Seite
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Var. ledoulxi Bgt.

Rachisellus ledoulxi, Bourg., Moll, de lAfr. equat., p. 70, pl. 5, Fig. 10, 11.

Scheint sich nur durch den Mangel der Punkte von dem normalen B. punc- tatus zu unterscheiden.

Auf Strandpflanzen zu Sansibar und an der afrikanischen Küste bei Ssadani, Pangani, Tanga und Mombas,.

Var. variolosus (Morel.)

Bulimus variolosus, Morelet, Series Conchyl. II, p. 66, pl. 5, Fig. 2, von Mogadoxa (Makdischu) im Somali-Land ist dieser Art auch sehr ähnlich; Morelet erwähnt kein Band an demselben, aber ein Exemplar, ebenfalls aus Makdischu, von Revoils Expedition stammend, welches das Berliner Museum durch Hrn. Ancey erhielt, zeigt ein dunkelbraunes, etwas unterbrochenes Band an derselben Stelle wie punctatus und dazu eine lebhaft dunkelbraune Färbung der Nabel­gegend, welche auch von Morelet nicht erwähnt wird und öfters auch bei punctatus vorkommt; dadurch rückt variolosus dem punctatus noch näher, der Hauptunterschied bleibt in den Flecken, welche bei variolosus viel zahlreicher, aber auch blasser und öfters zu Strichen, stern- oder baumförmigen Figuren gruppirt sind.

d) Stenogyrinen.

Kiefer meist fein gestreift, seltener gefurcht. Mittelzahn der Radula viel schmäler als die nächsten Seitenzähne; im Uebrigen das Gebiss dem der Aula- cognathen ähnlich, auch Pflanzenfresser. Schale meist viel länger als breit, oft gethürmt; nicht selten der Columellarrand unten ausgerandet.

Achatina Lm.

Schale gross, länglich; Innenrand (Columellarrand) am unteren Ende deutlich ausgerandet, wie abgeschnitten. Kiefer mit mehreren starken, senkrechten Leisten. Radula mit quadratischen Zähnen, der Mittelzahn viel kleiner als seine Nachbarn. Beschreibung und Abbildung des lebenden Thieres von Ach. fulica, und seiner Anatomie von Lesson in Dupereys Voyage de la Coquille, zool. II, p. 318, Atlas pl. 9, Fig. 2 und von Quoy und Gaimard in D. Urvilles Voy. de lAstrolabe, zool. II, p. 152, pl. 11 und 49 (kopirt in Okens Isis, 1833, S. 130, Taf. 2 und 1833, Taf. 14), sowie von Semper, Reisen im Archipel der Philip­pinen, Landschnecken, Heft III, S. 142 und 145, Taf. 12 und 16 (Kiefer, Radula und Niere mehrerer Arten), endlich die Geschlechtsorgane zweier Arten von Brancsik im Jahrhft. d. nat. Vereins d. Trencsiner Comitats XV, 1892, Taf. 6.

Diese Gattung ist für das tropische Afrika sehr charakteristisch, sie er­streckt sich vom Njamnjam-Land (5 0 n. Br., Ach. schweinfurthi) bis ins Capland (Ach. zebra, Distrikt George und Uitenhage); an der Westküste ist sie nach Norden hin nicht weiter als bis Sierra Leone (Ach. variegata, die grösste Art) sicher bekannt. Sie enthält die grössten Landschnecken; ihre Eier aber sind verhältnissmässig kleiner als die der nächstgrossen südamerikanischen Bulimus, im Längendurchmesser zur ganzen Schale wie 1:69, im Quer­durchmesser zur Mündungsweite der Schale wie 1:1 1 /i3, im Kubikinhalt zur Schale wie 1:100340 (vergl. v. Martens in Sitz.-Ber. Ges. nat. Freunde 1891, S- 33 )-