Regenwürmer. 25
Eudriloides titanotus Michaelsen (13, pag. 10).
6° 20' S. B. 39 0 20' O. L.
6° 20' S. B.
Sansibar, Sumpf S.-O., Kinsegani, — 5 — ' ' ; 20. X. 88.
Acanthodrilini.
Benhamia itoliensis Michaelsen (11, pag. 3). (Fig. 1. u. 2.)
Da diese Art nach einem einzigen, stark erweichten Bruchstücke aufgestellt wurde, so konnte die erste Beschreibung nur sehr lückenhaft sein. Um so willkommener ist mir das neue, gut konservirte Material.
Es liegen drei Exemplare vor, zwei vollkommen ausgebildete und ein kleineres unreifes. Das eine der geschlechtsreifen Exemplare ist ganz intakt; es wurde hauptsächlich bei Feststellung der äusseren Charaktere berücksichtigt. Das andere ist in verschiedene Bruchstücke zerfallen und auch in der Gürtelregion eingerissen; es wurde zwecks Untersuchung der inneren Organisation zerschnitten. Das unreife Stück wurde durch einen Einschnitt soweit geöffnet, dass zur Sicherstellung der Art-Zugehörigkeit ein Penialborsten-Sack herausgenommen werden konnte.
Aeusseres. B. itoliensis ist der grösste der bis jetzt beobachteten central- afrikanischen Regenwürmer. Das heile Exemplar ist 38 cm lang, 13 mm dick und besteht aus 214 Segmenten. Das zerbrochene Stück ist etwas dicker (17 mm). Beide Stücke sind pigmentlos, grau; während das dritte, unreife Stück einen bräunlichen Farbenton besitzt. Der Kopflappen ist klein, rundlich. Sein dorsaler Hinterrand treibt eine schwache, abgerundete Ausbuchtung in den Kopflappen hinein.
Das erste, borstenlose Segment, der Kopfring, ist am ventralen Vorderrande mit Längs-Runzeln versehen, einfach. Die folgenden Segmente 2 bis 7 sind deutlich zweiringlig. Vom 8. Segment an sind die Segmente dreiringlig und zwar in Folge einer nochmaligen Theilung des zweiten Ringels erster Ordnung. Am Mittelkörper erscheinen die Segmente fast glatt, doch tritt gegen das Hinterende die Dreiringligkeit wieder deutlich hervor. Die sehr zarten Borsten stehen zu vier engen Paaren in den einzelnen Segmenten. Sie sind so sehr nach der ventralen Medianlinie zusammengedrängt, dass die dorsal-mediane Borstendistanz ungefähr 4 /ö des ganzen Körperumfanges einnimmt. Die Entfernungen zwischen den vier Paaren eines Segments sind gleich gross. Rückenporen sind von der Intersegmentalfurche 5/6 an deutlich erkennbar.
Aeussere Geschlechts-Charaktere. Der Gürtel ist glatt, mehr oder weniger erhaben. Er erstreckt sich dorsal über die Segmente 14 bis 22. Ventral sind seine Grenzen nicht deutlich erkennbar. Rückenporen, Intersegmentalfurchen und Borsten sind in der Gürtel-Region nur undeutlich sichtbar. Ein tief eingesenktes, abgerundet rechteckiges Feld erstreckt sich an der Bauchseite durch die Segmente 17 bis 19. In den Ecken dieses Feldes und zwar an den Stellen, die die inneren Borstenpaare der Segmente 17 bis 19 einnehmen würden, liegt je eine ziemlich grosse, flache, kreisrunde Papille, aus deren Mitte eine starke, dunkelbraune Penialborste herausragt. (Diese Papillen wurden an dem älteren Original-Exemplar beobachtet; an den neueren Exemplaren waren sie, wohl in Folge stark erhärtender Konservirungsflüssigkeiten, nicht erkennbar.) Zwei scharf ausgeprägte Eängsfurchen verbinden jederseits die Penialborsten- (und zugleich Prostatadrüsen-) Oeffnungen. Die Samenleiter-Oeffnungen waren nicht erkennbar. Die inneren Borstenpaare des 18. Segments scheinen rückgebildet zu sein.