Part 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Place and Date of Creation
Page
7
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Regenwürmer.

7

Eine vollentwickelte Borste zeigte folgende Dimensionen: Länge 0,24 mm und grösste Dicke am proximalen Ende 0,016 mm (gegen 0,16 mm Länge und 0,014 mm Dicke bei dem früher untersuchten Stück). Auch die Gestalt der Geschlechtsborsten ist bei den beiden Exemplaren verschieden, doch lässt gerade diese Verschiedenheit auf eine verschieden hohe Ausbildungs-Stufe schliessen. Bei dem unreifen Exemplar ist das lanzettförmige äussere Ende fast so lang und breit wie der Schaft, bei dem reifen Exemplar hat der Schaft bedeutend an Grösse zugenommen, während das lanzettförmige Aussenendc nicht vergrössert ist. Der Samenleiter mündet etwa ein Viertel der Länge des ganzen Geschlechtslappens unterhalb dessen äusserem Ende aus und zwar an der Innenfläche.

i° 20' S B

Buköbu,z , ' ,' ; Tiefe der Bucht; 28. XI. 91. ' 31 0 55' O. L.

» » 20. III. 92. Nr. 2427.

Siphonogaster spec. ? (Junge Exemplare, nach dem Habitus bestimmt.)

Wembere Steppe, q \ '> Tümpel; 4. VI. 92. F. 299.

jO je' N B

Kassenge, S.~ W.-Ufer des Albert-Nyansa, 3Q o -Tp« Q L ' ^T 9 1, F. 303.

Bemerkungen zu der Gattung Siphonogaster.

In Bezug auf die Stellung der Gattung Siphonogaster im System der Terricolen schliesse ich mich jetzt der Ansicht Beddards an, nach welcher sie der Familie der Geoscoleciden zugeordnet werden muss. In Bezug auf die Werthigkeit der verschiedenen Arten dagegen weicht meine Ansicht von der Beddards ab. Ich glaube, dass man zum mindesten 3, wenn nicht alle 4 Arten scharf auseinander halten kann. S. stuhlmanni unterscheidet sie ohne weiteres durch den Besitz von 2 Geschlechtsborsten bezw. Borstenpaaren in saugnapf- förmiger Einsenkung von den übrigen Siphonogastren. Diese beiden Borsten sind bereits erkennbar, wenn der Geschlechtslappen noch nicht ein Viertel seiner vollen Länge erreicht hat. S. aegyptiacus Lev. hat mit S. stuhlmanni den grossen Tuberkel an der Basis des Geschlechtslappens gemein und unterscheidet sich hierin scharf von S. millsoni und S. emini. Diese beiden letzteren sind wohl am schwersten auseinander zu halten; immerhin scheinen mir wesentliche Unterschiede zwischen beiden zu bestehen. Bei S. millsoni sollen die Geschlechts­lappen auf dem 18. Segment entspringen; bei S. emini entspringen sie wie bei S. stuhlmanni vom 19. Segment. Die Geschlechtslappen des S. millsoni sind bandförmig, parallel-randig, die des S. emini lanzettförmig mit fast drehrundem Basalstück. Bei S. millsoni liegt die Samenleiter-Oeffnung auf der Mitte der Länge des Lappens; bei S. emini näher dem äusseren Ende. Einstweilen halte ich eine Vereinigung beider Arten nicht für gerechtfertigt.

Megascolecidae. Perichaetini.

Perionyx sansibaricus Michaelsen (13, pag. 4).

Sansibar, -. ; IV. 88. 7 39 0 20' O. L.